Generalprobe und Premiere sind immer, wenn der Vorhang sich in diesem Jahr für die Winzlarer Schauspieler hebt. Ihr aktuelles Stück ‚Nichts als Kuddelmuddel’ dreht sich nämlich eben darum: die Generalprobe und die Premiere eines Theaterstückes – mit allen Finten, die zu solchen Anlässen auf die Schauspieler lauern und durchsetzt mit dem, was sich ansonsten – vermeintlich – hinter den Kulissen zwischenmenschlich abspielt. Was andernorts vielleicht eine brisante Mischung sein mag, bringen die Winzlarer als höchst amüsantes Stück auf die Bühne und herumplagen müssen sie sich mit allerlei von der kaputten Klingel über ein Seil als Stolperfalle hin zum etwas trotteligen Hausmeister bis zu den – wie sollte es anders sein – beendeten, begonnenen und vielleicht doch noch wieder zu kittenden Liebesbeziehungen untereinander. Dass während des gesamten Stückes zwei Souffleusen vorgehalten werden, hat nichts mit der mangelnden Textsicherheit der Winzlarer zu tun – wohl aber mit der gemim-ten Unsicherheit der Akteure. Und dass dann eine dieser Souffleusen gegen Ende des ersten Aktes aus ihrem Kasten vor der Bühne kriechen muss, um unter den Tisch auf der Bühne zu kriechen, ist neben dem Fenstersturz des Regisseurs und der Geisterbeschwörung mit zuckendem Tisch einer der Höhepunkte des Stückes.
Aufgeführt wird "Nichts als Kuddelmuddel" noch dreimal: am Freitag, dem 28. und Sonnabend, dem 29. November, jeweils 19.30 Uhr, im Bad Rehburger Dorfgemeinschaftshaus. Für Sonntag, den 30. November, ist eine Aufführung mit Adventskaffee ge-plant. Kaffee wird dann um 14.30 Uhr serviert, das Theater beginnt um 16 Uhr.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf für acht Euro in der "Romantik Bad Rehburg", im Fotostudio Schulz in Stadt Rehburg, bei K.M. Lange Straße in Hagenburg und bei Hilde Homeyer in Winzlar erhältlich.
An der Abendkasse kosten sie neun Euro. Karten für das Advents-Kaffeetrinken mit Vorführung gibt es ausschließlich an den Vorverkaufsstellen für 14 Euro.Foto: jan
