1. Keine Kreditaufnahme für den Haushalt 2015

    Investitionen von mehr als 400.000 Euro aus eigener Kraft finanziert / Die Verschuldung wird sich verringern

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    HAGENBURG (gi). Nur einmal theoretisch angenommen, jeder der 4550 Einwohner des Fleckens würde 15,48 Euro in die Hand nehmen und sie dem Kämmerer der Gemeinde bringen, dann wäre Hagenburg am Ende dieses Jahres schuldenfrei.

    Dazu ein Blick in die Nachbarstadt Wunstorf: Dort wird der Rat der 40.000 Einwohnerstadt vermutlich einer Steuererhöhung zustimmen, damit in den nächsten Jahren der Schuldenstand (Schulen, Erneuerung der Kanalisation, Krippen und Kitas kosten viel Geld) nicht auf 55 Millionen Euro ansteigt, sondern bei 45 Millionen Euro bleibt. Also, nur gut gelaunte Mitglieder im Haushalts- und Finanzausschuss während der Sitzung am Dienstag im Rathaus.

    Einstimmig wurde der Haushalt 2015 beschlossen. "Wir rechnen mit einem Überschuss von rund 200.000 Euro", sagte Gemeindedirektor Jörn Wedemeier. Der Entwurf schließe mit Erträgen von 3,39 Millionen Euro und Aufwendungen von 3,42 Millionen Euro ab. Ordentliche Erträge sind zu erwarten von 285.000 Euro, außerordentliche Aufwendungen von 15.000 Euro.

    Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen, das Investitionsvolumen von 417.500 Euro sowie die Tilgung von 11.000 Euro werden aus eigener Kraft finanziert. Der Kassenbestand werde sich am Ende 2015 auf 1,15 Millionen Euro belaufen. Die Grundsteuerhebesätze bleiben unverändert bei 330 und 380 vom Hundert. Durch den Anstieg der Hebesätze der Grundsteuern im niedersächsischen Durchschnitt liegen die Grundsteuerhebesätze mittlerweile unter dem Landesdurchschnitt, für 2016 sei eine Anpassung zu überprüfen. Einzelne Posten im Haushalt: Für die Restfläche der Baustraße im Gewerbegebiet bis zum Funkturm werden 230.000 Euro, für die Sanierung des Regenwasserkanals Schradweg 100.000 Euro und für den Sandbrink zusätzlich 55.000 Euro sowie für Sonnensegel und Matschanlage in der Zwergenburg 10.000 Euro eingestellt.

    Für die Sanierung des Mehrzweckhauses stehen aus 2013 noch 550.000 Euro zur Verfügung, für den Ausbau des Sonnenblumenweges aus 2014 noch 330.000 Euro bereit. Die Gemeinde rechnet für das kommende Jahr mit dem Verkauf von zehn Baugrundstücken aus dem Bebauungsplan Sandbrink.

    Die Verschuldung des Fleckens wird sich von 81.500 auf 70.400 Euro verringern. Beschlossen wurde auf Wunsch der CDU-Fraktion, die Summe von 5000 Euro für die Erneuerung von Spielgeräten auf den Spielplätzen auf 15000 Euro zu erhöhen. Horst Häußler machte den Vorschlag, Mittel (Planungskosten) für die Neugestaltung der Steinhuder-Meer-Straße einzustellen.

    Gemeindedirektor Wedemeier wies darauf hin, erst die Ergebnisse der Planer im Januar abzuwarten. Dann stünde die Summe fest und der Rat könne entsprechend entscheiden. Fazit: Die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Fleckens Hagenburg ist gesichert.

    Festgestellt wurde der Jahresabschluss 2013 und dem Gemeindedirektor Entlastung erteilt. Es wurde ein Überschuss von 665.000 Euro erzielt, der auf das Haushaltsjahr 2014 übertragen wurde. Foto: gi

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