KLEIN HEIDORN (gi). "Ich freue mich, wieder zu Hause zu sein. Das meine ich sowohl in dienstlicher als auch in privater Hinsicht", sagte Oberst Ludger Bette. Er ist der neue Kommodore des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62. Viele Jahre sei das LTG 62 die fliegerische Heimat von Bette (1988 bis 1998 und 2000 bis 2003) gewesen. Über all die vielen Jahre seit seiner letzten Verwendung im hiesigen LTG sei die Familie von Bette in Wunstorf geblieben. "Wir fühlen uns hier zu Hause", so der Oberst.
Es habe sich viel verändert, es sei nicht das LTG, das Bette kannte. Mit dem neuen Lufttransportflugzeug A400M, das seit langem herbeigesehnt werde und nunmehr absehbar ausgeliefert werden soll, werde im militärischen Lufttransport eine neue Ära anbrechen. "Es wird unsere Aufgabe sein, der politischen und militärischen Führung zeitgerecht neue Fähigkeiten im Bereich des Lufttransportes zur Verfügung zu stellen", so Bette. Zur erfolgreichen Einführung des A400M gäbe es keine Alternative. Der Kommodore begrüßte viele Gäste aus dem Europäischen Lufttransportkommando in Eindhoven in englischer Sprache. Bette erwähnte, dass das LTG 62 die Zielvorgaben nicht allein erfüllen könne. Es bedürfe der externen Unterstützung durch vorgesetzte Dienststellen der Luftwaffe, durch die für Beschaffung und Infrastruktur zuständigen Behörden, durch die Industrie und nicht zuletzt durch die Stadt Wunstorf.
Verpflichtet wurde der Oberst durch Generalmajor Helmut Schütz. "Die heutige Geschwaderübergabe fällt in eine Zeit, in der die Aufgaben der Bundeswehr weiter wachsen, denn die weltweite sicherheitspolitische Lage hat sich selbst seit dem letzten Appell vor noch nicht einmal einem halben Jahr verschärft", sagte der Generalmajor. Konfliktverhütung, Krisenbewältigung, Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen sowie humanitäre Hilfe seien mehr denn je in den Focus der Bundeswehr gerückt. In den nächsten Wochen werde das Geschwader den ersten Airbus A400M übernehmen und dieses Luftfahrzeug als einziger Verband einsetzen. "Das LTG 62 leistet mit der Einführung des A400M Pionierarbeit", berichtete Schütz. Foto: gi
