WUNSTORF (tau). Im Foyer der Stadtsparkasse ist noch bis zum 29. November die Ausstellung "Hintersichten" zu sehen. Sie zeigt das Ergebnis eines sozialen Kunstprojektes mit Schülerinnen der Graf-Wilhelm-Schule, die der Verein Meerkunstraum in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Inge-Rose Lippok organisiert hat. Das Thema der künstlerischen Arbeiten war Schein und Wirklichkeit und führte die Gruppe zunächst auf die Insel Wilhelmstein. Die dort stehenden Glashäuser dienten als Inspiration.
Die Idee war, selbst kleine Glashäuser anzufertigen, durch die der Betrachter hindurchsehen kann und die eine Gegenüberstellung von Schein und Sein ermöglichen. Unter der Leitung von Inge-Rose Lippok nahmen die neun Schülerinnen der Graf-Wilhelm-Schule das Projekt in Angriff. Sie verwendeten für ihre Objekte unter anderem Naturmaterialien, die auf der Insel zu finden waren. Ein dynamischer Arbeitsprozess mit hoher Kreativität entfaltete sich. Im Atelier von Inge-Rose Lippok entstanden dann die Glashäuser.
Eine erste Ausstellung der fertigen Objekte in Hannover sorgte bereits für positive Kritiken. Einige Besucher von dort waren auch zur Eröffnung ins Foyer der Stadtsparkasse gekommen. Sie lobten neben den Arbeiten vor allem die Texte, die die jungen Künstlerinnen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren ihren Werken beigestellt hatten.
Eine Schülerin beschrieb ihre Motivation so: "Ich will meine Mutter stolz machen". Emotional nahm das Kunstprojekt die Teilnehmerinnen mit. Sie entwickelten ein Gespür für eine Welt, die auf den zweiten Blick eben doch ganz anders ist. So spielen unter anderem die neuen Medien eine Rolle, die einerseits Bestandteil der Wirklichkeit sind, aber auch das Abtauchen in Scheinwelten zulassen. Foto: tau
