Lemgo (nr). Die Lippische Gesellschaft für Kunst wählt für ihre Jahresgabenausstellung und deren Verkauf jedes Jahr als neuen Präsentationort ein Baudenkmal in Detmold oder Lemgo aus. Dieses Jahr ist das Museum Junkerhaus in Lemgo Gastgeber für die Werke aus Ausstellungen der Lippischen Gesellschaft für Kunst. Die Ausstellung mit Werken von 28 Künstlerinnen und Künstlern wird vom 22. November bis zum 30. November zu sehen sein. Die Werke können günstig käuflich erworben werden.
Werke klassischer Moderne treffen zur Ausstellung auf Gemälde, Skizzen, Skulpturen, Möbel und Architekturmodelle Karl Junkers. Fantastische Schnitzereien bilden an Fassade und verblendeten Decken und Wänden ein künstlerisches Gesamtkunstwerk, das dem kreativen Schaffen Karl Junkers (1850 bis 1912) entspringt. Zu diesem beinahe märchenhaften Charakter des Hauses bilden die Arbeiten der klassischen Moderne einen reizvollen Kontrast. Von den häufig klaren Strukturen zeitgenössischer Kunst kann der Besucher zu den reichen, verspielten Verzierungen wechseln, die das Junkerhaus so einzigartig machen, andersherum aber auch von den beinahe undurchdringlich vielen Strukturen die Klarheit und Poesie in den modernen Arbeiten wieder anders zu schätzen lernen.
Die Jahresgabenausstellung ist in drei Bereiche aufgeteilt: Arbeiten aus Ausstellungen von 2013/2014, Bilder aus älteren Ausstellungen und Werke aus der Erker-Galerie, Sankt Gallen in der Schweiz. Erstmals sind auch Keramikarbeiten zu sehen und zu erstehen. Viele Arbeiten renommierter Künstler können für Summen zwischen 200 und 450 Euro erworben werden. "Dies sind Summen, die zum Teil weit unter Galeriepreisen liegen", so Almut Schmersahl, Vorsitzende der Lippischen Gesellschaft für Kunst, die gemeinsam mit Ursula Horstmann und Dr. Harro Haberbeck (alle von der lippischen Gesellschaft für Kunst) in die Werke einführte.
"Die Jahresgabenausstellung in unterschiedlichen Baudenkmälern zu positionieren bedeutet, den vielen Kunst- und Kulturinteressierten die Möglichkeit zu geben, das ein oder andere Haus näher kennen zu lernen", betonte Almut Schmersahl. So schloss sich dann auch nach der Einführung in die Ausstellungsstücke, eine Taschenlampenführung mit Karl Schölpert vom Verein Alt Lemgo durch das Junkerhaus an.
Die Jahresgabenausstellung im Museum Junkerhaus, Hamelner Straße 36 in Lemgo, ist bis zum 30. November freitags bis sonntags jeweils von 11 Uhr bis 15 Uhr zu sehen.
