NIENBURG/HAGENBURG (gi) "Vorrang für Ernährung", "Wieder vernässen kannste vergessen" oder "Keine kalte Enteignung": Die Botschaften auf den Plakaten sprachen eine deutliche Sprache, der Lärm der Trillerpfeifen ebenfalls. Rund 400 Landwirte, ihre Familien und Mitarbeiter aus dem vor- und nachgelagerten Bereich gingen in Nienburg auf die Straße, um gegen den Entwurf des Landesraumordnungsprogrammes zu protestieren, das eine Wiedervernässung der Moore vorsieht. Außerdem wehrten sich die Bauern gegen die Ausweisung von geschützten Landschaftsbestandteilen (GLB) durch den Landkreis Nienburg. Eine Sternfahrt mit 100 Schleppern aus dem gesamten Landkreis untermauerte, wie ernst es den Bauern ist. Knapp 50 Schlepper bezogen vor dem Kreishaus Position und bildeten die Kulisse für die Kundgebung. Gemeinsam skandierten die 400 Teilnehmer auf dem Schlossplatz "Vorrang für Ernährung". Tobias Göckeritz, Vorsitzender des Landvolks Mittelweser, fand deutliche Worte für das Verhalten der Politik: "Wir haben keine Chance, wenn uns die Politik die Luft abdreht." Foto: gi
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Gegen die Wiedervernässung und eine kalte Enteignung
400 Teilnehmer und 100 Schlepper bei Bauern-Demo in Nienburg
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