WUNSTORF (tau). Am 3. Jugendkongress "Für Vielfalt und Toleranz – gegen Extremismus" haben rund 180 Schüler der Otto-Hahn-Schule, der Graf-Wilhelm-Schule und der IGS teilgenommen. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder erstklassige Referenten gewinnen können. Die bekannte Fernsehmoderatorin Shari Reeves führte durch das Programm, das mit Podiumsdiskussionen, Live-Auftritten und Präsentationen gespickt war.
In acht Workshops befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung. Wunstorfs stellvertretender Bürgermeister Ulrich Troschke eröffnete den Kongress und wünschte sich unter anderem ein Klima, das immun macht, gegen Ausgrenzung und Vorurteile.
Demokratische Strukturen fördern und an die Schüler weitergeben, dem habe sich die Otto-Hahn-Schule verschrieben, sagte Schulleiterin Helga Radtke bei ihrer Begrüßung. Der Jugendkongress liefere dazu einen wichtigen Beitrag. Die junge Generation sei aufgerufen, die allgemeinen Menschenrechte immer wieder neu einzufordern und diese auch zu schützen.
Für eine lockere Atmosphäre war gesorgt. Der Musiker Nox (Ron Iyamu) aus Hannover rappte zum Beispiel für Respekt und die Gruppe Sputnike befasste sich musikalisch mit dem Thema "Handy-verhalten". Das Programm war also nah an den Schülern dran und setzte vor allem auf motivierende Mitarbeit. Zur Einstimmung präsentierten die Schüler der Otto-Hahn-Schule Ausschnitte aus ihrem Musical Romeo und Julia, das vor den Sommerferien Premiere feierte und sich in einer modernen Version mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Gewalt beschäftigte.
Der dritte Kongress nach 2010 und 2012 zeichnete sich vor allem durch die lebhaft gestalteten Präsentationen aus. Vor geladenen Gästen zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Workshop-Ergebnisse, die auch im Unterricht noch vertieft werden sollen. Auch für Lehrkräfte und interessierte Pädagogen aus der Jugendarbeit gab es wieder einen Workshop. Die Leitung übernahm Andre Taubert von der Bremer Beratungsstelle "Kitab", einer Einrichtung für ratsuchende Eltern und Lehrkräfte. Dort ging es vor allem um Themen wie Rechtsextremismus und Salafismus. Unterstützt wurde der Kongress erneut vom Landespräventionsrat Niedersachsen. Foto: tau
