Leopoldshöhe (kd). "Lebenslänglich Kunst" lautet der Titel einer Ausstellung mit Werken von Hartmut Griepentrog. Damit erinnert die Gemeinde Leopoldshöhe an ihren Bürger widmet, der am 22. Oktober sein 90. Lebensjahr vollendet hätte. Griepentrog starb am 23. September 2006 nach langer schwerer Krankheit.
Bürgermeister Gerhard Schemmel und Günter Schulz, Vorsitzender des lippischen Künstlerbundes, eröffneten die Ausstellung im Rathaus. Schemmel erinnerte an den früheren Rektor der Grundschule Asemissen und das Leben in der Gemeinde. Zur Vita: Geboren 1924 in Wollin/Pommern, 1948 Rückkehr aus russischer Gefangenschaft, 1949 bis 1956 Studium in Bielefeld an der Meisterschule für Freie und Angewandte Grafik – Pädagogische Hochschule, Schwerpunkt Kunsterziehung. Bis 1987 war er im Schuldienst tätig, davon 20 Jahre Rektor in Asemissen. Von 1985 bis 1994 war der Künstler Vorsitzender des Lippischen Künstlerbundes.
"Im Ruhestand intensivierte Hartmut Griepentrog seine freie gestalterische Arbeit", sagte Günter Schulz. "Die Motive fand er häufig in seinem Umfeld. Er verstand es, die Welt in Bildern zu sehen und diese dann auf Hartplatte und Papier sichtbar zu machen." Seine Techniken waren Malerei in Öl und Aquarell, Zeichnung mit Kohle und Tusche, Druckgrafik und Collage. Er setzte sich auch mit Umweltproblemen und politischen Themen auseinander.
In seiner letzten Lebensphase entstand eine Serie von Aquarellen mit Bezug auf seine Parkinson-Erkrankung. Diese sind ungerahmt in der Ausstellung zu sehen. Griepentrog malte seine Bilder ausschließlich auf Papier und Hartfaserplatten, auch Künnemeier-Platte genannt. Schulz: "Seine Motive waren Natur, Bäume und Landschaft, nur Blumen hat er nie gemalt. Er malte Erlebnisse, die er auf seinen vielen Reisen speicherte. Hartmut Griepentrog sah seine Motive, malte sie und benötigte keine Korrekturen. Kunst und Leben war für ihn Eins." Der Dank von Günter Schulz ging in Richtung Margret Griepentrog, denn sie hat dafür gesorgt, dass die Ausstellung zustande gekommen ist.
Die Ausstellung im Foyer des Rathauses ist bis zum 28. November während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros zu besichtigen (Montags und Dientags von 8 bis 17, Miwochs und Freitags 8 bis 12 und Donnestags 8 bis 18 Uhr).
