WUNSTORF (mk). Die Seniorenpark Wunstorf GmbH, ein Unternehmen der Lindhorst Gruppe, hat auf dem Gelände der alten Post mit dem Bau der Seniorenresidenz begonnen. Gut acht Millionen Euro investiert das Unternehmen, mit der Fertigstellung wird im Oktober 2015 gerechnet.
Auf circa 3.850 Quadratmetern entstehen das neue Alten- und Pflegeheim sowie ein Park. Der Funkmast kommt weg, für ihn muss ein neuer Standort gefunden werden. Insgesamt werden 84 Pflegeplätze in Einzelzimmern sowie zehn in fünf Tandemzimmern geschaffen. Hier teilen sich je zwei Einzelzimmer einen Vorflur und ein Bad – ideal für Ehepaare. Das Haus soll einen Hotelcharakter erhalten wie Dipl.-Ing. Holger Johannesmann, Technischer Leiter, erläutert. Die Bewohner sollen sich so heimisch wie möglich fühlen, daher werde viel Wert auf die Auswahl der Materialien, deren Haptik und Farbe gelegt. Gebaut wird ein so genanntes KfW-Effizienzhaus 40 mit Blockheizkraftwerk und eigener Stromerzeugung. Für Architekt Jens Kalkmann und die Projektgemeinschaft K25 ist es bereits Objekt Nummer Vier, welches für die Lindhorst Gruppe realisiert wird. Alle Beteiligten bringen viel Bauerfahrung aus diesem Bereich mit. Der Standort, so Kalkmann, sei ideal, schließlich solle es ein offenes Haus werden. Einige Probleme habe der ehemalige Luftschutzbunker bereitet, von dem aber nur ein Teil abgerissen werden musste, um den Keller zu schaffen. Seit zwei Jahren ist die Lindhorst Gruppe beziehungsweise die Mediko Pflege- und Gesundheitszentrum GmbH mit den Planungen für diese Seniorenresidenz beschäftigt. Wie ihr Geschäftsführer Dieter Prothe betont, soll sich jeder hier einen Platz leisten können, unabhängig von seiner Einkommenssituation. Circa 80 neue Arbeitsplätze entstehen vornehmlich im Bereich der Pflege, aber auch in der eigenen Frischküche, Haustechnik, Raumpflege, etc. "Die Post war eine ganze Zeitlang unser Sorgenkind", machte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt deutlich, viele Ideen habe es gegeben, keine konnte umgesetzt werden, da der neue Grundstückeigentümer nicht greifbar gewesen sei. Umso größer sei die Freude darüber, dass nun ein Investor gefunden werden konnte. "Städtebaulich wird dieser Standort dadurch aufgewertet." Er schlug vor, über eine Kooperation im Bereich der Essensversorgung der örtlichen Schulen nachzudenken, die aktuell zu Ganztagsschulen ausgebaut werden. Eine Idee, die bei Prothe auf offene Ohren stieß. Auch soll auf Anregung Eberhardts die Nutzung des Betriebskindergartens geprüft werden. Foto: mk
