Lage. Holz trifft auf Lehm im LWL-Ziegeleimuseum: Am kommenden Samstag und Sonntag, 16. und 17. August, präsentiert sich die regionale Holzwirtschaft im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Gleichzeitig laufen die Maschinen zur Ziegelproduktion auf Hochtouren. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.
Von 10 bis 18 Uhr öffnen Forstleute, Handwerker und Anbieter von Holzprodukten ihre Stände auf dem LWL-Museumsgelände. Unter dem Motto ,,Fällen, Bauen, Brennen: mit regionalem Holz" präsentieren sie Möbel und andere heimische Produkte aus Holz, erläutern die Arbeit in der Werkstatt und im Wald und informieren über die Bedeutung der Holznutzung für den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Aktionstage finden statt im Rahmen des Projektes "Regionale Produkte - Regionale Identität" des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge.
Parallel setzt das LWL-Industriemuseum die Maschinenziegelei in Betrieb: Für die Produktion wird der Lehm in Loren über den Schrägaufzug ins Obergeschoss der 80 Jahre alten Anlage gezogen. Dieses Schauspiel können Besucher an beiden Tagen zwischen 10 und 11 Uhr sowie 14 und 15 Uhr beobachten. Unter dem Gewicht der großen Steinräder im Kollergang wird der Lehm dann durch ein Sieb gedrückt und gelangt zur Strangpresse im Erdgeschoss. Die Maschine produziert an beiden Tagen jeweils von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr Ziegel im Sekundentakt, insgesamt rund 10.000 Stück. Besucher können den Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter schauen und erleben, wie Ziegelrohlinge nach historischer Manier hergestellt werden. "Die Ziegel werden über den Sommer getrocknet und zum Museumsfest 2015 im Ringofen gebrannt", kündigt LWL-Museumsleiter Willi Kulke an.
Für "historischen" Lärm sorgt bei den Aktionstagen neben Kollergang und Dieselmotor auch ein Steinbrecher, der von einem Deutz-Bulldog-Trecker betrieben wird.
