1. Stühlerücken in Apelern

    Bisheriger Stellvertreter Günther Knief wird Bürgermeister

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    APELERN (al). Der Rat der Gemeinde Apelern hat seine Spitze neu geordnet. Nach einem Gedenken an den verstorbenen Bürgermeister Heinrich Oppenhausen wurde dessen bisheriger erster Stellvertreter Günther Knief (SPD) zum Nachfolger gewählt. Für Knief rückte die Soldorferin Doreen Schwarzlaff nach. Oppenhausens Ratssitz nimmt künftig der Apelerner Peter Mundt ein. Wie berichtet, war der langjährige Bürgermeister vor einigen Wochen nach schwerer Krankheit im Alter von nur 71 Jahren verstorben. Noch einmal wurde an seine Verdienste um das Gemeinwohl erinnert. Während zuletzt auch CDU und Wählergemeinschaft die Wiederwahl des Sozialdemokraten einstimmig befürwortet hatten, enthielten sie sich bei Kniefs Kandidatur. CDU-Sprecher Cord-Heiner Becker nannte jedoch keinen Gegenkandidaten und verlangte auch keine geheime Abstimmung: "Wir wollen uns vorurteilsfrei ansehen, wie er das macht." Becker erinnerte an Oppenhausens persönlichen Triumph von 1150 Wählern: "Günther Knief hatte nur 60 Stimmen."

    "In den verbleibenden zwei Jahren bis zur nächsten Wahl möchte ich diese Enthaltungen wohl überzeugen", erwiderte Knief und fand den Hinweis auf die Zahl seiner Wähler "einfach nur daneben": "Heinrich Oppenhausen hat so viel Gutes getan, und das haben ihm die Wähler honoriert."

    SPD-Sprecher Andreas Kölle schlug für den freigewordenen Stellvertreterplatz seine Fraktionskollegin Schwarzlaff vor. Auch hier meldete sich Becker zu Wort: Angesichts der harmonischen Situation im Rat in den vergangenen drei Jahren hätte der CDU/WGR ein Vorschlagsrecht zugestanden. Wenn auch hier die SPD zugreife, "haben wir das zu akzeptieren". Kölle wollte die Entscheidung der Mehrheitsfraktion "nicht als böses Zeichen sehen": "Wir hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit." Bei fünf Enthaltungen wurde Schwarzlaff gewählt. Zweiter stellvertretender Bürgermeister bleibt Börries von Hammerstein (CDU).

    Der Rat entschied ferner über den Bebauungsplan "Lauenauer Straße", der das Gebiet von Autobahn- und ehemaliger Straßenmeisterei umfasst sowie die Entwicklung eines angrenzenden kleinen Gewerbegebiets erlaubt. Der einstimmige Beschluss war von Kritik eines Zuhörers begleitet: Er habe Einwendungen wegen der ungeklärten Hochwasserproblematik am Riesbach erhoben.

    In der Sitzung blieb unklar, ob der Antragsteller überhaupt betroffen war oder sein Vorbringen dem noch nicht weiter verabschiedeten Planentwurf "Pohler Straße" gegolten habe.

    Ebenfalls einstimmig bekam ein Anlieger der Lyhrener Straße "Am Denkmal" die Erlaubnis, zwei Pkw-Parkplätze für Gäste seines Hofcafés zu nutzen. Dafür entrichtet er eine jährliche Anerkennungsgebühr von fünf Euro.

    Foto: al

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