Lemgo. Die Idee einer fairen Stadt nimmt langsam aber sicher Formen an. Die Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Alte Hansestadt zu einer Fair-Trade-Stadt zu machen, findet immer mehr Gleichgesinnte. Doch Verbündete kann man nie genug haben.
"Schritt für Schritt wollen wir die Lemgoer Bürger von der Idee des fairen Handels überzeugen", zeigte sich Rainer Kluckhuhn, der Sprecher der Initiative, überzeugt, dass sich die Idee von mehr Gerechtigkeit in Lemgo durchsetzen wird. "Es kann nicht sein, dass es nur im Weltladen oder einigen wenigen Geschäften wie dem Sauerampfer oder Blumen Martin eine Selbstverständlichkeit ist, Produkte aus dem fairen Handel anzubieten. Uns ist klar, dass wir noch mehr die Werbetrommel rühren müssen. Wichtig wäre vor allem die politische Unterstützung und hierzu werden wir demnächst auch auf die Ratsmitglieder zugehen."
Inzwischen hat die Initiative für eine Fair-Trade-Stadt Lemgo nicht nur Zusagen einzelner Kirchengemeinden sowie Eben-Ezer erhalten, sondern auch von Lidl und Netto. Schriftführerin Ute Koczy machte darauf aufmerksam, welche Kriterien zu Anerkennung einer Fair-Trade-Stadt führen. So müssen neun Geschäfte in Lemgo und fünf Gastronomiebetriebe mindestens jeweils zwei fair gehandelte Produkte anbieten. "Sicher haben wir noch gar nicht den Überblick, was alles in Lemgo geschieht. Daher bitten wir Betriebe und auch Interessierte sich zu melden, wenn Bereitschaft zum Mitmachen besteht." Unter "FairtradeLemgo@gmx.de" sind die Organisatoren der Initiative jederzeit zu erreichen.