Lemgo. Am kommenden Freitag, 1. August 2014, jährt sich zum 100. Mal der Beginn des 1. Weltkrieges mit der Kriegserklärung Deutschlands an Russland. Aus diesem Anlass lädt das Nagelkreuzzentrum St. Nicolai Lemgo zusammen mit den Nachbargemeinden St. Johann, St. Marien und Vossheide zu einem Gedenkgottesdienst um 18 Uhr in die Nicolai-Kirche ein.
Das Lemgoer Nagelkreuzzentrum ist Teil der internationalen Nagelkreuzgemeinschaft, ein ökumenisches Netzwerk, das sich – in enger Verbindung mit der im 2. Weltkrieg von deutschen Bomben zerstörten und wiederaufgebauten Kathedrale von Coventry – für Frieden und Versöhnung einsetzt. In Lemgo werden am kommenden Freitag um 18 Uhr die Glocken der beteiligten Kirchengemeinden für 10 Minuten zur Mahnung und zum stillen Erinnern läuten, dabei stehen die Gottesdienstbesucher noch vor dem Hauptportal der Nicolai-Kirche. Auch viele weitere der über 60 deutschen Nagelkreuzzentren, wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, das Augustinerkloster in Erfurt oder die Frauenkirche in Dresden werden sich dem Glockengeläut anschließen.
Danach wird im Gottesdienst der Opfer der "Urkatastrophe des 20. Jahrhundert" (so der Historiker George F. Kennan) gedacht und für Frieden und Versöhnung gebetet. Im Zentrum des Gottesdienstes steht das Versöhnungsgebet von Coventry mit seiner siebenmaligen Bitte "Vater vergib".