1. Geld sammeln für den Umbau

    Frauen engagieren sich für Weserrenaissance-Museum

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    Lemgo (ur). Vier Frauen, die in verschiedenen Interessengemeinschaften Lemgo und seine Kultur fördern, haben sich entschlossen, Spender und Sponsoren anzusprechen, um die letzten 50.000 Euro für den geplanten Umbau des Weserrenaissance-Museums aufzutreiben.

    Der geplante Umbau des Museums ist nicht nur aufwändig, sondern er kostet auch viel Geld. 1,9 Millionen Euro wurden veranschlagt. Dabei sind nicht nur die Verlegung des Eingangs und eine Nivelierung des Fußbodens geplant, sondern das Museum soll generell umstrukturiert werden. Dazu gehört eine Verkleinerung vor allem der Dauerausstellungsfläche. Im Gegenzug soll das jetzige Foyer zukünftig Sonderausstellungen beherbergen und beispielsweise Hochzeitsgesellschaften als Empfangssaal dienen. Gerade diese unmittelbare Nutzung für die Bevölkerung ist auf große Begeisterung aller Beteiligten gestoßen.

    Den größten Teil der notwendigen Gelder finanzieren gemeinsam das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, das Städtebauministerium, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die NRW-Stiftung Natur, Heimat, Kultur. Offen geblieben und somit noch aufzubringen ist ein Betrag über 50.000 Euro.

    Die Initiatorin Teda Wellmer hat inzwischen viele mögliche Sponsoren angeschrieben. Karin Hehner-Rügge initiiert eine Kunstausstellung mit den Weser-Aquarellen von Wolfgang Heinrich. Die Ausstellung wird vom 30. November bis zum 4. Januar 2015 in den Räumen des Weserrenaissance-Museums stattfinden und mit dem Verkauf, vielleicht auch einer Versteigerung der Bilder enden. Ebenso wird es im April nächsten Jahres ein Benefizkonzert auf Schloss Wendlinghausen mit dem Ensemble Vinorosso geben. Der Erlös beider Veranstaltungen ist für das Museum bestimmt. Ursula Roloff gehört zu den "Damen pro Museum” und hat ebenfalls für Spenden geworben. Die Vierte im Bunde, Karin Krieger, hat bei ihrem letzten Geburtstag auf sämtliche Geschenke verzichtet und stattdessen Spenden für das Museum erbeten. In diesen ersten vier Wochen ist ein "reichlich vierstelliger Betrag" zusammengekommen, wie sich Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes ausdrückt. Dies und das Maß an Engagement der vier Frauen entlockte auch der sonst so zurückhaltenden Landesverbandsvorsteherin Anke Peithmann ein begeistertes "Wow". Dennoch ist es noch ein weiter Weg bis zu dem benötigten Betrag. Die Spendenaktion läuft noch bis Ende April 2015. Für jeden Euro, der hier zusammenkommt, hat die NRW-Stiftung zugesagt, diesen zu verdoppeln. Das Geld wird zweckgebunden auf einem Sonderkonto des Freundeskreises Weserrenaissance-Museum gesammelt und ist ausschließlich hierfür bestimmt. Geplant ist eine Tafel, auf der die einzelnen Sponsoren verewigt werden.

    Der Baubeginn ist für Ende 2015 oder Anfang 2016 geplant, das hängt ab von der Schnelligkeit der Bürokratie. Der Museumsbetrieb soll, wenn auch eingeschränkt, weiterlaufen.

    Spenden für den Umbau sind über den "Freundeskreis Weserrenaissance-Museum e.V.", Verwendungszweck "Zukunftskonzept Weserrenaissance-Museum", Konto 8005407 (IBAN: DE69 4825 0110 0008 0054 07) BLZ 482 501 10 möglich.

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