1. Das Lächeln der Geishas

    Fotoausstellung im Detmolder Rathaus

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    Detmold (js). Die Kultur Japans ist für uns noch immer weitestgehend unbekannt. Einen Einblick in diese ermöglicht jetzt die Fotoausstellung von Steffen Hübner aus Werne, die feierlich von dem stellvertretenden Bürgermeister Helmut-Volker Schüte und der Vorsitzenden des Vereins "Lipasia" Dr. Elisabeth Schlossstein im Detmolder Rathaus eröffnet wurde.

    Hübner, der selbst zehn Jahre in Japan gelebt hat, setzt sich in seinen Bildern mit einer der wichtigsten kulturellen Besonderheiten des Inselstaates auseinander: den Geishas. Geishas, was soviel bedeutet wie "Person der Künste", wurden in zahlreichen Büchern und Filmen fälschlicherweise oft als Freudenfrauen beschrieben. Dabei müssen die Geishas eine lange und harte Ausbildung in japanischen Künsten wie Tanz, Gesang, Kalligraphie oder der Teezeremonie durchlaufen. Erst dann dürfen sie sich Geisha nennen. Auch die Art sich zu kleiden oder zu schminken will gelernt sein, denn sie ist genau vorgeschrieben.

    Während seiner Zeit in Japan hat Steffen Hübner sich intensiv mit dieser Tradition auseinandergesetzt, vielleicht auch, um Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Dank langjähriger und guter persönlicher Beziehungen genoss er das seltene Glück, als einer der wenigen ausländischen Besucher in Kyotos Teehäusern und dessen Geisha-Vierteln – sogar hinter den Kulissen – fotografieren zu dürfen. Nach drei vielbeachteten Ausstellungen in Tokyo und Kyoto sowie einer in Winterthur in der Schweiz hat dank des Vereins Lipasia, der die deutsch-asiatischen Beziehungen in der Region fördert, nun die Detmolder Bevölkerung das Vergnügen, sich vom dem Liebreiz der Geishas verzaubern zu lassen.

    Die Ausstellung wird noch bis zum 4. September im Detmolder Rathaus während der regulären Öffnungszeiten zu sehen sein.

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