1. Aura-Zentrum feiert Jubiläum und Neustart

    Zahlreiche Besucher informieren sich beim Tag der offenen Tür

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    Horn-Bad Meinberg (ur). Das Aura-Zentrum in Bad Meinberg hat am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen gefeiert – und auch seinen Neubeginn. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte am Samstag in der Einrichtung umschauen.

    Anlässlich der Geburtstags- und Neueröffnungsfeier gab es für die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen durch das Haus, Mitmachaktionen, Musik, Kunst und vielen Stände für das leibliche Wohl. Im Tagungsraum war ein Basar für Bücher in Schwarzschrift und Braille (Blindenschrift), Hörbücher, besondere haptische Grußkarten und Puppen aufgebaut. Besonders begeisterte auch eine kombinierte Kunstaktion: Christian Geppert und Vanessa Lewecke tanzten zu Musik einen Tango Argentino, während der Künstler H-Punkt Schmidt (Helmut Schmidt aus Dörentrup) gleichzeitig ein zwei mal drei Meter großes Bild malte, beklebte und kreierte. Das Kunstwerk soll später dauerhaft im Aurazentrum ausgestellt werden und ist aufgrund der vielen verwendeten Materialien nicht nur zum Anschauen, sondern vor allem auch zum Anfassen gedacht. Als besonderen Clou gab es für die Gäste, die im Kurpark von Bad Meinberg das parallel stattfindende Event "Yoga – Moor – Externsteine" besuchen wollten, einen Planwagenshuttle zum Kurpark und zurück.

    Noch vor einiger Zeit stand das Fortbestehen des Aura-Zentrums auf der Kippe und die Zukunft war mehr als zweifelhaft. Doch seit dem ersten Mai hat das Zentrum nun nicht nur neue Betreiber, sondern orientiert sich auch neu: Von einer Einrichtung rein für sehbehinderte und blinde Menschen soll sich das Haus zu einem inklusiven Erholungszentrum für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, aber auch für Nichtbehinderte entwickeln. Vieles soll sich dabei um Kunst und Kultur drehen. Schwerpunkt wird aber die Sehbehinderung bleiben. "Wir bieten als einzige Einrichtung Deutschlands die Möglichkeit, hier auch dauerhaft betreut zu wohnen", erläutert Geschäftsführer Johannes Willenberg, selbst fast erblindet.

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