1. Am Wasser herrscht heiße Stimmung

    23. Beller Freibad-Open-Air ein Erfolg für den Trägerverein

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    Horn-Bad Meinberg/Belle (lp). Besser hätte es für das Beller Freibad Open Air wirklich nicht kommen können: Herrliches Wetter, heiß genug, dass es die Leute ins Freibad zieht, aber nicht so heiß, dass man zu Hause festklebt. Zum 23. Mal trafen sich in der Batze Bands aus nah und fern, um den Besuchern so richtig einzuheizen. Damit ist das "BFOA" nur unwesentlich jünger als der große Bruder in Wacken – aber ebenfalls "louder than hell".

    Die Mischung aus House und Elektro am Freitag und Punk, Rock und Metal am Samstag scheint eine gute Idee gewesen zu sein: Beide Events finden inzwischen gleichberechtigt statt, Paul-Hermann Linnemüller, Vorsitzender des Trägervereins Freibad Belle, zeigte sich überaus zufrieden: "Die Veranstaltung hat sich inzwischen etabliert. Wir können uns nicht nur über zahlreiche Besucher freuen, sondern auch darüber, dass viele Bands inzwischen auf uns zukommen und nachfragen, ob sie auftreten dürfen."

    Dass sich zu Beginn des Samstagabends noch eine überschaubare Menge an Besuchern auf dem Rasen tummelte, war kein Grund zur Sorge: Die Organisatoren waren zuversichtlich und rechneten im Laufe des Abends noch mit mehr Andrang. Sie sollten recht behalten. Den Auftakt des Abends bildeten die "Klampfkumpel". Da Bandkollege Adrian Haack kurzfristig erkrankt war, musste Hannes Mehner alleine auf die Bühne. Nichtsdestotrotz bot er eine tolle Show mit Gute-Laune-Musik, die für einige Lacher im Publikum gut war und die Stimmung hob.

    Schon vor etwas größerem Publikum spielten die Alternative Rocker "Drei Akkorde Superstars". Spätestens jetzt wurde klar, dass die Riffs im Laufe des Abends immer härter werden würden – und das Gelände immer voller. Sichtlich gut gelaunt zeigte sich die Band auf der Bühne und sorgte nicht nur mit ihren eingängigen Rock-Titeln für gute Stimmung, sondern auch mit kleinen Wortgefechten zwischen den Songs. Dass sich hier ein paar Leute gesucht und gefunden hatten, wurde schnell klar. "Wir haben uns gefreut, hier spielen zu können. Das Open Air ist ja auch gar nicht mehr so unbekannt und die Verbindung mit dem Freibad ist einmalig", erzählte Sänger und Gitarris "Flo" Florian Kollinger.

    Der melodische Power Metal der Paderborner Truppe "Torian" mauserte sich dann zum echten Publikumsmagneten. Mit eingängigen Refrains und rasantem Sound heizten sie den Zuhöreren ein und animierten immer wieder zum Mitmachen. Da wurde nach allen Regeln der Kunst geheadbangt, nicht nur auf der Bühne. "Wir hatten unglaublich viel Spaß. Das hier ist eine einmalige Location, das war unser erster Gig barfuß und in Badehose", verriet Gitarrist Carl Delius lachend. "Ein großes Lob auch an die kompetenten Tontechniker, so einen einwandfreien Sound hat man selten." "Scumdogz" schließlich spielten mit klassischem Hard Rock auf, der vom Sound an Motörhead oder AC/DC erinnerte.

    Die gebürtigen Hannoveraner überzeugten mit eingängigen Riffs, herausragend war auch Sänger Julian mit geradlinigem, rockigem Gesang.

    Auf dem Höhepunkt der Stimmung schließlich boten die Headliner "Gun Barrel", die ihre Musik selbst als Dirty Metal bezeichnen, einen stimmigen Auftritt, der nicht nur mit einer tollen Bühnenshow punkten konnte. Der donnernde Sound, die kreischenden Gitarren und der kraftvolle Gesang von Patrick Sühl zogen auch den letzten Besucher vor die Bühne. Ein fulminanter Abschluss eines insgesamt gelungenen Open-Air-Abends.

    Weitere Highlights waren das traditionelle Feuerwerk, das Flutlichtschwimmen und das Lagerfeuer, das sehr gut angenommen wurde und gerade in der Nacht für eine einmalige Atmosphäre sorgte.

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