1. Am Samstag geht‘s nach Indien

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    Detmold (ab). Für Hannah Segerath beginnt am Samstag ein großes Abenteuer: Für 11 Monate reist sie nach Indien, um dort in einem inernationalen Gesundheitsprojekt im Süden des Landes mitzuarbeiten.

    Hannah Segerath nimmt teil an einem Programm des Vereins "AFS – Interkulturelle Begegnungen" in Kooperation mit dem Freiwilligendienst "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Knapp ein Jahr lang wird sie sie in der Stadt Chengam im Süden Indiens leben. Chengam liegt rund 170 Kilometer östlich von Bangalore und ist mit knapp 300.000 Einwohnern für indische Verhältnisse eine recht kleine Stadt. Die 18-Jährige, die auch im hiesigen Ortsverein von Amnesty International tätig ist, wird vor Ort in Gesundheitsprojekten mitarbeiten. Dabei geht es vor allem darum, Aufklärungsarbeit in Sachen Aids zu leisten. Denn gerade in ländlichen Gebieten glaubten viele Menschen an übernatürliche Ursachen und teuflische Einflüsse bei Krankheiten, berichtet Hannah. "Aids lässt sich einfach vorbeugen", sagt sie.

    In diesem Jahr hat sie ihr Abitur gemacht am Gymnasium Leopoldinum. Vor drei Jahren habe sie bereits einen sechsmonatigen Schüleraustausch nach Kolumbien gemacht.

    "Das war eine super Erfahrung, ich bin dadurch viel selbständiger geworden", sagt Hannah. Damals habe sie Blut geleckt und wusste: Sie möchte noch einmal auf große Reise gehen. Hannah wird viel lernen über die indische Kultur; aber sie möchte im Gegenzug auch ihre Kultur den Menschen dort näher bringen. Untergebracht ist sie in einer Gastfamilie. Vom AFS bekommt sie 100 Euro Taschengeld im Monat; davon zahlt sie alles, was sie zum Leben braucht.

    Rund 10.000 Euro kostet der Aufenthalt. 75 Prozent der Reisekosten übernimmt das BMZ, 25 Prozent muss von der jeweiligen Entsendeorganisation – bei Hannah eben der AFS – aufbringen.

    Dafür werden von den Teilnehmern selbst "Förderkreise" aus privaten Sponsoren gegründet. Auch Hannah war und ist bereits auf Sponsorensuche.

    Dabei steht sie aber nicht unter Zeitdruck. Denn ein Förderkreis finanziert vor allem künftige Teilnehmer. Daher hat Hannah auch noch nach der Reise die Möglichkeit, weitere Unterstützer zu finden. Mitmachen kann jeder und "es gibt natürlich auch eine Spendenquittung", sagt Hannah. Wer sie unterstützen möchte, kann per E-Mail an "hannahsegerath@yahoo.de" Kontakt aufnehmen.

    Weitere Informationen rund um die Freiwilligendienstprogramme von ASF gibt es unter "www.afs.de/freiwillige", mehr zum Freiwilligendienst des BMZ findet man auf "www.weltwaerts.de".

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