WUNSTORF (tau). Wie geht es mit dem Grüngürtel und dem alten Freibadgelände in der Kernstadt weiter? Diese Frage stellt der Heimatverein Wunstorf in einem offenen Brief an die beiden Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und Thomas Silbermann. Die Fläche liege nun schon im zweiten Jahr brach. Der Heimatverein beklagt das Fehlen einer politischen Diskussion über die Nachnutzung des Geländes. Zwar sei bekannt, dass im Rahmen eines neuen Konzepts zur Bürgerbeteiligung darüber breit gesprochen werden soll, allerdings dauere das Verfahren aus Sicht des Heimatvereins zu lang.
"Je länger dieses Gelände ungenutzt bleibt, desto größer ist die Gefahr, kurzfristigen Begehrlichkeiten, die latent vorhanden sind, nachzugeben", heißt es in dem Brief.
Diese Befürchtung hält die Stadt allerdings für unbegründet. Ein derartiges Szenario werde weder angestrebt noch stehe ein Investor in den Startlöchern, erklärt Stadtsprecher Hendrik Flohr. Derzeit werde über eine vorübergehende Vermietung des Clubhauses auf dem Freibadgelände mit Vereinen verhandelt. Die Räume als Lagerstätte für die Verwaltung zu nutzen, käme auch in Frage, sagt Flohr.
Unabhängig davon laufe aber das Verfahren zur vereinbarten Bürgerbeteiligung. Derzeit würden ein Konzept sowie ein Zeitplan erarbeitet und der Kontakt zu externen städtebaulichen Experten gesucht, die eine Podiumsdiskussion mit Anliegern neutral moderieren könnten.
Parallel arbeitet die Verwaltung an einer Lösung, via Internet Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. Allerdings liegt hier der Teufel im Detail. Eine Integration von Drittanbieter Software auf der eigenen Plattform sei nicht so leicht. Hinzu komme die rechtliche Grundlage. Zwar gäbe es Beispielsatzungen in anderen Kommunen, die eine Bürgerbeteiligung regeln, diese seien in ihrer Ausgestaltung aber zu starr, meint Flohr. Dennoch könne nach der Sommerpause mit einem Vorschlag aus der Verwaltung gerechnet werden. Foto: tau
