1. Plastikdeckel für Assistenzhunde

    Lebenshilfe Seelze unterstützt Sammelaktion / Kunststoff wird geschreddert

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    WUNSTORF/SEELZE (tau). Rund 14.000 Euro kostet ein Assistenzhund. Damit sich mehr Menschen mit Behinderung einen speziell ausgebildeten Vierbeiner kaufen können, wirbt der Verein Assistenzhunde Deutschland aus Wunstorf mit einer ungewöhnlichen Sammelaktion um Spenden. Die Lebenshilfe Seelze unterstützt die Aktion: Mitarbeiter sammeln in den nächsten Wochen Plastikdeckel. "Das ist eine gute Sache, die wir gerne unterstützen", betont Barbara Winkel, Vorsitzende des Werkstattrates der Lebenshilfe Seelze, anlässlich eines Besuches von Nicole Brunner, Vorsitzende und Gründerin des Vereins Assistenzhunde Deutschland. Ihr Ziel: Die Arbeit mit den Hunden bekannter zu machen und mit Spenden die Anschaffung zu erleichtern. Grund: Anders als bei Blindenhunden gibt es in Deutschland keinen Kostenträger für Assistenzhunde.

    Nicole Brunner leidet an einer Muskelkrankheit und sitzt im Rollstuhl. Stets an ihrer Seite ist Labradorhündin Cayenne, die zwei Jahre in Frankreich ausgebildet wurde. Sie ist ihre ständige Begleiterin und im Alltag eine unverzichtbare Hilfe. "Sie öffnet und schließt Türen, bedient Lichtschalter, apportiert Dinge, unterstützt mich beim Auskleiden, holt das Telefon oder bellt im Notfall", berichtete Brunner. "Sogar meinen Kühlschrank und Schubladen, an denen kleine Kordeln angebracht sind, kann sie öffnen. Sie räumt außerdem den Geschirrspüler aus und legt beim Einkauf die Ware aufs Band." Der Werkstattrat der Lebenshilfe Seelze, die Interessenvertretung aller Mitarbeiter mit Behinderung, sowie der Betriebsrat und der Vorstand der Lebenshilfe Seelze, unterstützen die von Brunner ins Leben gerufene Aktion "Plastikdeckel für einen Assistenzhund."

    In den nächsten Wochen werden die Mitarbeiter der Lebenshilfe möglichst viele Deckel und Schraubverschlüsse aus Plastik sammeln. "Für die Deckel bekommt unser Verein Geld von einer Recyclingfirma, die den Kunststoff schreddert, mahlt und weiterverarbeitet", erklärt Brunner.Foto: tau

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