1. Unerwartete Gäste bereichern das Fest

    Kinderchor begeistert mit Musical beim Sommerfest der Kirchengemeinde

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    BAD NENNDORF (jl). Trubel auf dem Familienfest: Mama schimpft mit Papa, Oma zofft sich mit Opa und die Kinder kabbeln sich ebenfalls. Auf einmal erscheint Joseph, der aus der Bibel. Aber auch er kann den Streit nicht schlichten, bis er an seine eigene Geschichte und den unliebsamen Ausgang der Zankereien mit seinen zehn Halbbrüdern erinnert.

    Kein Streit, aber jede Menge Trubel herrschte beim diesjährigen musikalischen Sommerfest der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Nenndorf. Zeigte doch der Kinderchor unter der Leitung von Regina Heymann mit der Aufführung des Musicals "Hey Joseph" sein Können. Tanzend und singend wirbelten die Kleinen über die mit Holzkohle, einem Grill und leeren Kasten Bier sowie Luftballons geschmückte "Bühne" in der Kirche und bewiesen großes Schauspieltalent. Dabei entlockte das Ensemble dem Publikum so manchen Schmunzler, etwa mit dem vorlauten Opa, der nur im Gespräch mit Oma schlecht hörte, oder mit dem zu dieser Jahreszeit doch eher unerwarteten Besuch des Nikolauses. Sie sangen davon, sich zu benehmen und nicht gemein, aber mal verrückt zu sein. Und die Moral der Geschicht‘: Streit bekommt man nicht aus der Welt, er macht keinen Spaß und ist nicht schön. Aber man lernt daraus. Das Wichtigste, so Joseph zu den Kindern, sei nicht nur an sich zu denken, sondern seinem Gegenüber in die Augen zu schauen.

    Die Musical-Aufführung der Jüngsten war aber nur ein Highlight des Sommerfestes. Neben einem gemeinsamen Gottesdienst und Mittagessen erlebten die Besucher vor allem eines: beflügelnde Töne: Denn auch in diesem Jahr präsentierten sich die ehrenamtlich Musizierenden der Kirchengemeinde, vom Kinderchor über die Kantorei, den Posaunenchor und das Blockflötenensemble bis hin zur Organistin. "Das sind mindestens 80 Personen", resümierte Christian Schubert vom Kirchenvorstand stolz. Mit dem Verlauf der musikalischen Veranstaltung zeigte er sich sehr zufrieden. "Das Wetter spielt mit und es sind viele Leute da, die sich für die Kirchenmusik interessieren." Foto: jl

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