1. Einsatz "88" auf dem Wasser

    Ein Bootsunfall auf der Weser fordert die Feuerwehr zur Nachtzeit

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    RINTELN (ste). Kaum hatte die deutsche Nationalmannschaft ihren Sieg über Frankreich und damit den Einzug ins Halbfinale gegen Brasilien perfekt gemacht, da musste die Ortswehr Rinteln zum Einsatz Nummer "88" ausrücken: "Boot auf Weser in Notlage, am Weseranger/Höhe Weserangerbad!"

    Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort mussten die Einsatzkräfte besondere Vorsicht walten lassen, denn überall liefen Fußballfans auf der Straße. Viele der Fußballbegeisterten konnten live mitverfolgen, was zuvor auf der Weser passierte. Dort sorgten nämlich zwei Motorboote für Aufsehen, als sie sich möglicherweise ein illegales Rennen lieferten und bei einem der Wendemanöver kollidierten.

    Für die herbeigerufenen Einsatzkräfte stellte sich die Lage so dar, dass nur noch ein Motorboot vor Ort auf der Weser trieb. Auf diesem Boot befanden sich zwei offenbar verletzte Passagiere. Die mussten sicher ans Ufer gebracht werden. Dafür ließ die Feuerwehr zunächst ihr Rettungsboot zwecks Absicherung der Einsatzstelle zu Wasser und sorgte weiter dafür, dass das Boot fixiert wird.

    Die verletzten Personen wurden parallel durch den Rettungsdienst versorgt. Das ging zügig, so dass die Verletzten zur Weiterversorgung in das Krankenhaus gefahren werden konnten. Für die Feuerwehr ging der Einsatz jedoch noch weiter.

    Das nun herrenlose Boot wurde durch das ebenfalls zu Wasser gelassene Arbeitsboot in den Yachthafen verbracht. Dies dauerte einige Zeit, denn mit Motorboot im Schlepptau und bei Dunkelheit musste besonders vorsichtig gefahren werden.

    Erst gegen 0.30 Uhr rückten die letzten Einsatzfahrzeuge ein.

    Das zweite Boot flüchtete nach dem Unfall übrigens in Richtung weserabwärts und nun ermittelt auch die Polizei in dieser Sache.

    Foto: privat

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