BAD NENNDORF (pd). Rund 9000 Postkarten, auf denen betroffene Bürger ihre Meinung zum geplanten Windpark in der Gemarkung Rehren äußern konnten, hat die engagierte Bürgerbewegung "Pro Dorf" verschickt oder selbst verteilt. 90 ausgefüllte Protestkarten haben Vertreter von "Pro Dorf" jetzt dem Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese ausgehändigt.
Zum großen Bedauern des Bündnisses sind gut 2000 der per Post versandten Karten bei ihren Empfängern nie angekommen. "Da prüft die Post derzeit noch, wie das angehen konnte", so Sprecher Martin Stemme.
Mit ihrer Aktion möchte die Initiative weiter ihren Einfluss auf eine geplante Flächennutzungsplanänderung geltend machen (wir berichteten darüber).
Investoren planen auf einem Areal nahe Rehren die Errichtung eines Windparks. Bedauerlich ist für das Aktionsbündnis, dass die allem Anschein nach verloren gegangenen Karten nun nicht mehr in den Entscheidungsprozess gegen die Änderung eingreifen können. Denn die Frist für Einsprüche ist abgelaufen.
Umso eindringlicher bat "Pro Dorf"-Sprecher Martin Stemme den Verwaltungschef, die Einwände der betroffenen Bürger ernst zu nehmen: "Lesen Sie die Karten und behandeln Sie den Inhalt mit Respekt".
Zu den Karten bekam Reese auch eine aktuelle Stellungnahme ausgehändigt, in der die Initiative erneut ihre Argumente gegen die Änderung formuliert. Nach Aussage von Reese werden die Karten jetzt gesichtet und im Anschluss daran dem zuständigen Planungsbüro weitergeleitet. Foto:pd
