RINTELN (ste). Ein Baumfrevel ganz besonderer Art musste Antje Wiskow, Baumsachverständige der Stadt Rinteln, jetzt feststellen. Zwei Zuckerahornbäume, die auf einem städtischen Spielplatz am Hessendorfer Weg stehen, wurden offenbar gezielt vergiftet und müssen nun gefällt werden. Der Leiter des städtischen Bauamtes, Klaus Ulrich Hartmann, schätzt den Schaden auf etwa 15.000 Euro und hat auch eine Vermutung, wer hinter dem Anschlag auf die beiden Bäume steckt: "Das hat jemand gemacht, der sich einen eigenen Nutzen davon verspricht und der zumindest Grundkenntnisse davon hat, wie der Nährstofftransport in einem solchen Baum funktioniert!" Mehr wollte Hartmann dazu jedoch nicht sagen, nur, dass man seitens der Stadt jetzt überlegt, wie man Zeugen für eine Aussage gewinnen könne: "Auch eine Belohnung wird von uns geprüft!" Noch im letzten Jahr hatte Antje Wiskow die beiden Bäume überprüft und für gesund befunden. Dann entdeckte sie schon von weitem, dass die Bäume erkrankt sind und abzusterben drohen. Bei näherer Betrachtung stellte sie Bohrstellen im Wurzelbereich fest, in die offensichtlich Unkrautvernichtungsmittel eingebracht wurde. Auch ein naher Busch ist dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden. Die beiden Bäume sind etwa 50 bis 60 Jahre alt und werden vermutlich noch in diesem Jahr gefällt. Immer wieder muss die Stadt feststellen, dass städtische Bäume angegangen werden. Bis zu 10.000 Euro pro Jahr entstehen dabei an Schäden. Die Stadt stellte Strafanzeige bei der Polizei Rinteln und wer Hinweise auf den Verursacher geben kann, der sollte sich bei der Polizei oder Stadt Rinteln melden. Foto: ste
-
Zwei Zuckerahornbäume werden vergiftet
Stadt erstattet Strafanzeige / Bohrstellen und Unkrautvernichter im Wurzelbereich lassen die Bäume absterben
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum
