1. Im Seniorenpark ist der Teufel los

    Tag der offenen Tür: Besucher entdecken das Leben in einer großen Familie / Wohngemeinschaften

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    HOHNHORST (jl). Wohngemeinschaft statt Pflegeheim – So lautet die Devise des Seniorenparks Hohnhorst. Mit einem "Tag der offenen Tür" hat sich die noch junge Einrichtung vorgestellt. Seit einem halben Jahr ist sie in aller Munde – allerdings als Pflegeheim, was Investor Heinz-Konrad Rohrßen ein Dorn im Auge war: "Der Seniorenpark ist kein Pflegeheim. Er bietet einer selbstbestimmenden Gruppe eine andere Art des altengerechten Wohnens", verdeutlichte er einmal mehr. Ob noch rüstig oder bereits pflegebedürftig, jeder könne in die Seniorenwohngemeinschaft einziehen. Der "Tag der offenen Tür" sollte die schlichtweg nicht zutreffende Wahrnehmung in der Bevölkerung korrigieren und diese einladen, sich bei Bratwurst und Bier, Kaffee und Kuchen selbst ein Bild zu machen.

    Und diese Idee entpuppte sich als Erfolg, schauten doch allein bis zum Nachmittag rund 150 Besucher vorbei. "Es war der Teufel los", fasste Rohrßen den Ansturm zusammen. "Wir sind alle überrascht, da wir damit einfach nicht gerechnet haben." Mehr noch: Gleich mehrere Gäste waren vom Seniorenpark so angetan, dass sie den Mietvertrag unterschrieben haben und schon in wenigen Tagen in die Einrichtung einziehen werden. Damit ist das Haus laut des Vermieters zu 90 Prozent gefüllt.

    Neben einer großen Gemeinschaftsküche und einem Fernsehraum verfügt die Senioren-WG über insgesamt 14 Zimmer. Zudem ist ein Wohnpark mit fünf barrierefreien Bungalows geplant – Dafür liegen Rohrßen bereits sieben Anfragen vor. "Der Bedarf ist weit und breit einfach da", erklärte er die Idee hinter dem Konzept. Betreut wird die "große Familie" rund um die Uhr vom Ambulanten Pflegedienst "Heko", dessen Büro direkt neben der WG ansässig ist. Dadurch, so Rohrßen, könne nichts dazu führen, dass einer der Bewohner weder aus der WG noch aus dem Bungalow irgendwann ausziehen müsse.

    Das große Interesse am "Tag der offenen Tür" zeige, dass die Menschen für innovative Wohnformen offen seien – Das begrüßten die "Heko"-Geschäftsführerinnen Waltraud Meier und Ursula Kampa. "Zuhause ist es am besten, aber irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem es nicht mehr geht." Hier sei die betreute Senioren-WG eine sehr gute Alternative zum Pflegeheim. Denn durch das feste Personal sei eine Bezugspflege möglich, die das menschliche Miteinander stärke. Und: "Wir pflegen so, wie wir auch selbst gerne gepflegt werden wollen, wenn wir einmal alt sind." Foto: jl

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