1. Kleines Jubiläum und eine "Werner-Dynastie"

    Die Hohnhorster Schützen proklamieren ihre neuen Majestäten

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    HOHNHORST (jl). "Die Scheibe hängt", meldet Schützenbruder Heinrich Gümmer. Kurz darauf tönen die Trompeten und Trommeln durch den Garten von Bärbel Matthias.

    Sie selbst wirbelt zum Takt der Schaumburger Musikanten mit ihrem Mann Burkhard über den Rasen. Ehrentanz heißt das in der Sprache der Schützenbrüder- und schwestern.

    Matthias ist soeben zur neuen Hohnhorster Schützenkönigin proklamiert worden. Damit ziert mittlerweile zum fünften Mal eine Königsscheibe die Klinkerfassade ihres Hauses. Ein kleines Jubiläum, das es zu begießen gilt. "Auf die Gesundheit!", ruft sie ihren Schützenschwestern zu, ehe sie mit ihnen in geselliger Runde anstößt.

    Mit einem Teiler von 637 hat sich Matthias überraschend zur Schützenkönigin geschossen. Denn: "Zwei Damen waren besser, sie haben aber aus privaten Gründen auf den Königstitel verzichtet", erklärt Schießwart Volker Günther und überreicht der neuen Königin einen eckigen "Blumenstrauß des Vereins". Erste Prinzessin ist Sophie Arndt (Teiler: 682), es folgt Angelika Böger mit einem Teiler von 732.

    Bei den Herren heißt die neue Majestät Werner Bövers (Teiler: 554), der am späten Nachmittag seine Königswürde verliehen bekommt.

    Mit einem Teiler von 562 ist Werner Böger erster Ritter, Werner Schröder erreichte einen Teiler von 735. "Der Name Werner stirbt nicht aus", kommentierte Günther schmunzelnd die "Werner-Dynastie". Nach dem Umtrunk bei ihrer neuen Königin ziehen die Schützen weiter, um auch noch ihrem Regenten die Würde zu verleihen und später im Schützenhaus das Fest mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen.

    Zudem feiern die Hohnhorster Schützen noch zwei besondere Ehrungen: Seit 25 Jahren ist Erich Weidehoff Mitglied im Deutschen Schützenbund und für ihre herausragenden Leistungen im schießsportlichen Bereich erhält Miriam Röbbecke vom Kreisverband Nesselblatt die bronzene Ehrennadel. Foto: jl

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