SAMTGEMEINDE NENNDORF (jl). Am morgigen Sonntag, dem 15. Juni entscheidet sich endlich, wer der neue Nenndorfer Samtgemeindebürgermeister wird. 14.546 Bürger der Samtgemeinde sind erneut in 25 Wahlbezirken aufgerufen, wählen zu gehen und ihr Kreuz bei einem der beiden Namen zu setzen: Mike Schmidt (CDU) oder Sigmar Sandmann (SPD).
Da bei der Wahl des Samtgemeindebürgermeisters am 25. Mai kein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat, kommt es zu dieser Stichwahl. Mit 37,8 Prozent (3.199 Stimmen) schaffte es der Christdemokrat Schmidt als Sieger des ersten Durchganges eine Runde weiter. Sozialdemokrat Sandmann zog als zweiter mit 33,2 Prozent (2.816 Stimmen) in die Stichwahl. Amtsinhaber Bernd Reese flog mit abgeschlagenen 23,7 Prozent aus dem Rennen, ebenso wie Petra Lange mit drei Prozent und Heinz-Dieter Lübke mit 2,2 Prozent (alle parteilos). Wer soll die politischen Geschicke der Samtgemeinde leiten? Schmidt, 38 Jahre, arbeitet als Polizeivollzugsbeamter beim Kommissariat Bad Nenndorf im Streifendienst. Sandmann, 56 Jahre, ist seit 1980 als Diplom-Ingenieur für Vermessungswesen bei der Stadt Hannover beschäftigt. Schmidt lebt zwar mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Auhagen, kennt die Samtgemeinde Nenndorf aber aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit und einigen Wohnjahren in Hohnhorst "wie meine Westentasche". Tief verwurzelt in der Samtgemeinde fühlt sich Sandmann, der bereits seit 1967 im Nenndorfer Gebiet wohnt, seit 1998 in Haste mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. Die Schwerpunkte der politischen Arbeit als Samtgemeindebürgermeister sieht der CDU-Politiker Schmidt in der Moderation, in der er als Vermittler die Leute verschiedener politischer Standpunkte für gute Ergebnisse an einen Tisch holen würde. Dem SPD-Politiker Sandmann geht es schwerpunktmäßig um die Vielfalt, die Menschen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen in der hiesigen Samtgemeinde. Bürgermeister wollen sie natürlich beide werden: Schmidt, weil "ein Miteinander wieder Alltag werden soll und ich für eine gute Zukunft einstehe" und Sandmann, weil "ich gut zuhören kann und die als richtig eingeschätzten Ziele beharrlich verfolge". Wer es letztlich wird, entscheiden morgen ganz allein die Nenndorfer Bürgern mit ihrer Stimme. Foto: jl
