1. Pflege, Wohnen im Alter, Mobilität

    Niedersächsische Sozialministerin Rundt diskutiert mit Sozialverbänden

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    BAD NENNDORF (mk). Auf Einladung des SPD Bürgermeisterkandidaten für Nenndorf, Sigmar Sandmann, besuchte die Sozialministerin von Niedersachsen, Cornelia Rundt eine Pflegeeinrichtung in Bad Nenndorf.

    Mit Vertretern des Behinderten- und Seniorenbeirates, des Sozialverbandes Deutschland, des Sozialverbandes VdK und des Verbandes für Wohneigentum wurden Themen aus dem Aufgabenbereich des Ministeriums diskutiert. Weitere Teilnehmer waren die Bürgermeisterin der Stadt Bad Nenndorf, Gudrun Olk, der SPD Landtagsabgeordnete, Karsten Becker und die Geschäftsleitung der Pflegeeinrichtung Curanum.

    Breiten Raum nahm in der Diskussion das Wohnraumangebot für ältere Menschen in der Samtgemeinde Nenndorf ein. Zum einen Leerstände in den Dörfern und häufig nur noch wenige Bewohner in den ehemals für zwei Familien ausgelegten Häusern aus den 60er und 70er Jahren, steht ein knappes Angebot an Wohnungen in Bad Nenndorf für zwei Personenhaushalte gegenüber. Die Ministerin machte deutlich, dass auch bei der niedersächsischen Landesregierung diese grundsätzliche, landesweit zu beobachtende Situation Beachtung findet. An Lösungsansätzen werde gearbeitet, auch in Zusammenarbeit mit dem Bund. Hausbesitzer könnten Förderprogramme nutzen, um beispielsweise die Kosten einer energetischen Sanierung nicht durch Mieterhöhung refinanzieren zu müssen. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Kommunen und ortsansässigen Kreditinstituten und die Erstellung eines Leerstandskatasters sieht Sigmar Sandmann als Lösungsansätze für positivere Entwicklungen auf diesem Gebiet. Ein weiteres Thema des Gesprächs war die Pflegesituation in Bad Nenndorf und der steigende Bedarf an Pflegekräften sowie deren Bezahlung. Die aktuell zwischen Pflegeverbände, Leistungserbringerverbände und Gewerkschaften diskutierte Einrichtung einer "Pflegekammer", in der alle Pflegekräfte Mitglieder werden, ist nach Auffassung der Gesprächsteilnehmer für Tarifauseinandersetzungen nicht geeignet. Zum Thema Mobilität führte Sigmar Sandmann aus, dass die ehrenamtlich betriebenen "Bürgerbusse" eine sinnvolle Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs darstellen. Insbesondere die bedarfsorientierten Angebote würden den Anforderungen gerecht. Hier sieht Sigmar Sandmann Handlungsbedarf für die Samtgemeinde Nenndorf. Foto: mk

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