RINTELN (ste). Ausgelaufene Gefahrstoffe durch ein eingestürztes Regal, eine verletzte Person im Gefahrenbereich - so stellte sich die Lage für die Werkfeuerwehr der Firma O-I Glasspack jetzt im Rahmen einer Übung dar. Sind Gefahrstoffe mit im Spiel, gehen die Feuerwehren nach der sogenannten GAMS-Regel vor. Dies bedeutet: Gefahr erkennen /Absperren/ Menschenrettung durchführen / Spezialkräfte alarmieren. Bei Gefahrgutunfällen wird nach einem Stufenkonzept gearbeitet, so auch bei der Übung. Von "G1", bei welchem der Einsatzleitwagen sowie der ABC-Zugführer Rinteln erst einmal zur Erkundung und weiteren Entscheidung anrückt, wurde schnell auf "G2" erweitert. Hierbei aktiviert man die gesamte Gefahrgutkomponente der Stadt Rinteln. Nach und nach rückte nun ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen und Einsatzkräften zu dem Gelände der Firma O-I Glasspack an. Die Ortsfeuerwehren Rinteln, Exten, Möllenbeck sowie Steinbergen gehören zu der Gefahrgutkomponente und waren vor Ort. Die Rollen innerhalb der Gefahrgutkomponente sind klar verteilt und genau dieses Zusammenspiel gilt es regelmäßig zu trainieren. Für den Aufbau und den Betrieb des Dekontaminationsplatzes ist die Feuerwehr Exten zuständig.
Die Träger der Chemieschutzanzüge (kurz CSA) werden von der Feuerwehr Steinbergen und Möllenbeck gestellt, wobei die Ortsfeuerwehr Möllenbeck zusätzlich für Messaufgaben verantwortlich ist und auch beim Einkleiden der CSA-Träger unterstützt. Das Übungsszenario auf dem Gelände der Firma O-I Glasspack arbeitete man bei dem sehr warmen Wetter unter vereinfachten Bedingungen ab.
Daher wurde lediglich mit dem leichten Schutzanzug vorgegangen und nicht, wie eigentlich nötig, in dem dick gummierten CSA. Nach der erfolgreich absolvierten Übung trafen sich die gesamt 86 angerückten Feuerwehrleute zur "Manöverkritik".Foto: privat
