RINTELN (km). An dem neuen Kreisel auf der Konrad-Adenauer-Straße wurde am vergangenen Samstag die letzte Teerdecke aufgetragen. Deshalb musste die Straße komplett gesperrt werden. Trotzdem versuchte ein 77-jähriger Mann aus Buchholz, mit seinem Pkw durch die Baustelle zu fahren.
Der Autofahrer kam aus Richtung Bünte-Kreuzung und wollte weiter in Richtung Engern. Hinter der Esso-Tankstelle war die Geradeausspur bereits gesperrt. Der Mann fuhr jedoch weiter und kam an die Vollsperrung - wo er erkannte, dass er nur über den rechten Gehweg ein Stück weiter kommen würde.
Als der dann aber auch gesperrt war, hielt er an, zog die Sperrbake zur Seite, setzte sich wieder in sein Auto und fuhr weiter. In gleicher Richtung, kurz hinter dem Pkw, war der Fahrer einer Walze unterwegs. Als der gewärtigt hatte, dass der Pkw in den Baustellenbereich hineinfuhr, hupte er.
Der 77-Jährige versuchte daraufhin, offenbar noch vor der Walze auf die Asphaltfläche zu gelangen, lenkte sein Fahrzeug nach links - und hatte vermutlich eine mit Hochborden eingefasste Blumenrabatte übersehen.
Da die Rabatte noch nicht bepflanzt war und es stark regnete, war der Boden ziemlich durchgeweicht. Die Folge: Das linke Vorderrad des Pkw tauchte zunächst in die Rabatte ein und kam mit Schwung auch wieder heraus, das rechte Vorderrad aber blieb stecken - Endstation. Um weiteren Schaden zu verhindern, musste das Fahrzeug schließlich mit einem Kran geborgen werden.
Bei der Unfallaufnahme zeigte sich der 77-Jährige nach Angaben der Polizei "sehr uneinsichtig": Es sei doch "soweit alles frei gewesen" und die Sperrbake habe er gar nicht weggeschoben. - Die genaue Höhe des Schadens konnte bislang noch nicht ermittelt werden, weil erst nocht die in Mitleidenschaft gezogenen Hochborde überprüft werden muss.