SAMTGEMEINDE NENNDORF (jl). Die Samtgemeinde Nenndorf bekommt einen neuen Bürgermeister. So viel steht seit der Wahl am Sonntag fest. Wen – Das wird erst das Stechen am 15. Juni entscheiden. Mit 37,8 Prozent der Stimmen schaffte es Mike Schmidt (CDU) als Sieger des ersten Durchganges eine Runde weiter, Sigmar Sandmann (SPD) zieht mit 33,2 Prozent in die Stichwahl. Amtsinhaber Bernd Reese ist raus aus dem Rennen, von den Wählern erhielt er eine Zustimmung von nur 23,7 Prozent. Petra Lange kam auf drei Prozent, Heinz-Dieter Lübke auf 2,2 Prozent (beide parteilos). Die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde liegt bei 58,9 Prozent, darunter 93 ungültige Stimmen.
"Wir hatten ein Ziel: Wir wollten vorne sein. Wir sind vorne und deswegen sind wir glücklich", sagte Schmidt, der im Rathaus gemeinsam mit Unterstützern die Auszählung verfolgt hatte. "Die Leute haben gezeigt, dass sie einen jungen, dynamischen Bürgermeister wollen. Und diesen Schwung nehmen wir jetzt mit in die Stichwahl." Diese war zwischen Schmidt und Sandmann bereits frühzeitig abzusehen. Nachdem gut ein Drittel der Stimmen ausgezählt war, lag Schmidt knapp vor Sandmann und deutlich vor Reese. Das Resultat, angezeigt über einen Beamer, wurde durch den Online-Ergebnisdienst KDO (Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg) im Minutentakt aktualisiert. Nach dem zehnten von 25 Wahlbezirken fingen die Server allerdings das Streiken an, sodass Wahlleiter Andre Lutz gegen 19.15 Uhr die aktualisierten Ergebnisse aus mittlerweile 22 ausgezählten Wahllokalen auf herkömmliche Weise – abgelesen von einem Zettel – den Versammelten mitteilte. Der frühe Trend verhärtete sich: 37,1 Prozent der Stimmen entfielen auf Schmidt, 34,2 Prozent auf Sandmann und deutlich abgeschlagene 23,5 Prozent auf Reese.
Als feststand, dass Schmidt den ersten Durchgang für sich entschieden hat, schaute auch Sandmann von seiner SPD-Wahlparty im Restaurant "Babas" kurz im Rathaus vorbei und gratulierte dem CDU-Politiker:"Glückwunsch zum Etappensieg." Mit seinem Resultat zeigte sich der Sozialdemokrat zufrieden. "Ich glaube, dass meine Argumentation, mich auf die Anforderungen des Amtes eines Samtgemeindebürgermeisters und die dafür notwendigen Qualifikationen zu konzentrieren, die Wähler überzeugt und zu diesem Ergebnis geführt hat", so Sandmann. Der Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbands Udo Husmann kommentierte den Wahlausgang wie folgt: "Wir sind nicht unzufrieden. Die Stichwahl war das erste Ziel, also Ziel erreicht."
Keinen Grund zu Freude hat der bisherige Amtsinhaber. "Mein Gesamtergebnis ist für mich sehr enttäuschend", teilte Reese am Montag auf Nachfrage mit. Sein Dank gelte seinen Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen, sein Glückwunsch den beiden verbliebenen Kandidaten. "Dem neuen Samtgemeindebürgermeister wünsche ich für die Erledigung der bestehenden Aufgaben viel Erfolg." Foto: jl
