FEGGENDORF (pd). Mit einem Antrag an die Verwaltung wollen die Ratsvertreter von Bündnis 90/Die Grünen erreichen, dass Feggendorf möglichst rasch mit in den Genuss einer Breitbandversorgung kommt. Sie begründen ihren Vorstoß unter anderem mit dem Hinweis auf mögliche Nachteile in Bezug auf die Fortentwicklung des Dorfes. "Junge Bürger in diesem Ort fühlen sich zunehmend abgehängt" formuliert es Karsten Dohmeyer, der stellvertretende Fraktionssprecher der Grünen im Rat des Fleckens.
Feggendorf habe schon seit mehreren Jahren abnehmende Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Diese Entwicklung für den Ort werde durch die vorhandene teure und zum Teil wenig zuverlässige LTE-Anbindung verstärkt, da sich Gebäude mit "als unzureichend" wahrgenommener Internetanbindung im Jahr 2014 nur noch schwer vermieten bzw. verkaufen lassen würden, steht in der Begründung des Antrages.
Vor allem jüngere Bewohner hätten zum Teil Probleme, den heutigen Anforderungen des Schulunterrichtes mit der als selbstverständlich vorausgesetzten Anbindung an das Internet nachzukommen. Dies alles sei für eine positive Ortsentwicklung von Feggendorf wenig förderlich. Für das neue Baugebiet Am Deister II und angrenzende Gebiete ist nach Darstellung von Dohmeyer der Breitbandausbau schon in diesem Jahr vorgesehen. "Diesen wichtigen Ausbau von Infrastruktur möchten wir fortsetzen", so der Sprecher. Die Grünen bitten die Verwaltung, die Kosten für einen Breitbandanschluss von Lauenau "Nord" bis nach Feggendorf zu ermitteln und aufzuzeigen, wie eine Verlegung dahin möglich ist. Außerdem wird darum gebeten, diese Ergebnisse dem Bauausschuss vorzulegen, damit dieser einen Beschlussvorschlag für eine Realisierung im Haushaltsjahr 2015 erarbeiten kann.
Die Antragsteller fordern auch, für die in diesem Jahr zu erneuernden Straßen in Lauenau und Feggendorf zu ermitteln, welche Kosten die Mitverlegung eines Breitbandkabels bzw. die Kosten für die Verlegung von Leerrohren aufzuzeigen. "Sofern dies nicht bereits mit in die Straßenerneuerungsmaßnahmen eingepflegt wurde", heißt es weiter.
Weiter bitten die Grünen darum zu prüfen, ob und in welcher Höhe Fördermittel von Kreis, Land und Bund beigesteuert werden können.