RINTELN (ste). Das Projekt "Solarenergie auf dem Comenius Kindergarten" ist schon seit mehr als einem Jahr im Kopf von Werner Dubiel; jetzt gewinnt es an Fahrt. Dubiel ist Mitbegründer der Solargemeinschaft Rinteln, die unter anderem seit mehr als 14 Jahren auf dem Dach der Johannis-Kirche eine Solaranlage betreibt. Für den Comenius-Kindergarten könnte das Solarprojekt in mehrfacher Hinsicht gewinnbringend sein. Zum einen, so Jutta Meves, die seit November 1992 den Kindergarten erfolgreich leitet, werden Betriebskosten durch Verbrauch von eigenem Strom gespart. Das käme der Stadt Rinteln zugute. Zum anderen erhielt der Kindergarten eine jährliche Einspeisevergütung, die in einen Sonderfond für hilfsbedürftige Familien und Kinder des Kindergartens einfließen soll. Dritter Effekt ist, dass die Kinder direkt erkennen könnten, wie wichtig regenerative Energien zum Erhalt der Umwelt sind. Dazu soll künftig jedes Jahr ein Energie-Projekt durchgeführt werden. Ziel der geplanten Anlage, so Dr. Dirk Gniesmer, ist es, rund 50 Prozent der ins Netz eingespeisten Energie selbst im Kindergarten zu verbrauchen. Rund 1.300 Euro würde die Stadt Rinteln pro Jahr dann an Stromkosten einsparen. Weitere 580 Euro kämen an Einspeisevergütung dem Kindergarten zu. Was jetzt noch fehlt sind rund 13.000 Euro für den Bau der Anlage. Die sollen, so die Idee des Kindergartens, aus Spenden aufgebracht werden. 85 Briefe sind dazu bereits versandt worden, Jutta Meves will sich auf der nächsten Ratssitzung persönlich mit einer Spendenbitte an alle Ratsmitglieder wenden und auch in der Johannis-Kirche sowie bei den Kindergarteneltern soll Werbung für eine Spende gemacht werden: "Je schneller das Spendenkonto steigt, desto eher kann auch gebaut werden", so Meves. Die Genehmigungen liegen bereits vor. Foto: ste
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"Comenius" will jetzt die Sonne anzapfen
Spenden sollen den Bau einer Solaranlage finanzieren / Zahlreiche Vorteile für Kinder, Stadt und Kindergarten
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