LANDKREIS (em). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer sank im April im Bereich der Agentur für Arbeit Hameln um 579 Personen (entsprechend 3,8 Prozent) auf 14.735. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang der Arbeitslosigkeit 2,6 Prozent, das entspricht 394 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt damit im April bei 7,7 Prozent nach 8 Prozent im März und ebenfalls 8 Prozent im Vorjahr. Niedersachsenweit lag die Quote im April bei 6,6 Prozent.
Für den Bereich der Geschäftsstelle Rinteln waren 1.493 Personen (7,5 Prozent), für den Bereich der Geschäftsstelle Stadthagen 4164 Personen (6,9 Prozent) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl in Stadthagen um 3 Prozent, in Rinteln hingegen sank sie um 4,1 Prozent. Generell sank in allen Geschäftsstellenbezirken der Agentur für Arbeit Hameln erneut die Zahl der arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat.
Wie immer im Frühjahr begannen mehr Menschen ein neues Arbeitsverhältnis als sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos meldeten. 1444 starteten in eine neue Stelle - gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,9 Prozent oder 80 Personen. Für 992 Menschen begann nach einer Beschäftigung zunächst die Arbeitslosigkeit – ähnlich wie im Vormonat und Vorjahr.
Bei den Männern sank die Arbeitslosigkeit stärker als bei den Frauen: Gegenüber dem Monat März waren 504 Männer oder 5,9 Prozent weniger arbeitslos, der Rückgang bei den Frauen lag bei 75 Personen oder 1,1 Prozent.
"Das frühlingshafte Wetter und das Ostergeschäft wirkten sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus", sagt Ursula Rose, Leiterin der Agentur für Arbeit Hameln. "Die Kräftenachfrage blieb recht hoch - nicht nur in den Außenberufen, sondern auch in den Bereichen Tourismus und Handel. Hiervon profitierten insbesondere jüngere Arbeitslose bis 25 Jahre und ältere über 50 Jahre." Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften ist im April um 129 Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Der Arbeitgeber-Service warb insgesamt 840 freie Stellen ein, 2,3 Prozent mehr als im März. Seit Jahresbeginn wurden 3090 Stellen zur Besetzung gemeldet, 236 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum.
Ergänzend zur Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Zahlen zur Unterbeschäftigung. Hierzu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug nach vorläufigen Angaben im April 18.349. Die Unterbeschäftigungsquote betrug damit 9,4 Prozent, im April des vergangenen Jahres hatte sie bei 10 Prozent gelegen. Damit entwickelte sich die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich deutlich günstiger als die gesetzlich definierte Arbeitslosigkeit.