1. Mit Gesprächen, Gebeten, Meditation, Rock und Pop und karibischem Feeling

    Sechs heimische Kirchengemeinden laden zur dritten "Langen Nacht der Kirchen" ein

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    RINTELN (km). Zum dritten Mal nach 2007 und 2010 gabt es jetzt wieder eine "Lange Nacht der Kirchen". Am vergangenen Samstag waren dabei sechs Kirchengemeinden mit von der Partie und boten in bis Mitternacht ein buntes Programm an. Neben der Nikolai-, der reformierten Jakobi-, der katholischen Sturmius und der Christuskirche waren auch das Johanniskirchzentrum und erstmals die Extener Kirche Sankt Cosmae et Damiani dabei. Zwischen den Orten des Geschehens gab es einen Shuttleservice - so dass die Gemeinden sich gegenseitig besuchen konnten.

    In der Christuskirche etwa waren die Besucher im "Gebetsgarten" eingeladen. In dem umgestalteten Gottesdienstraum gab es unter anderem eine Ausstellung zu sehen, im "Nachtcafé" wurden kostenlos Tee, Kaffee, kalte Getränke und Gebäck angeboten.

    Eher weltlich, und sehr schwungvoll, ging es im Johannis-Kirchzentrum zu, wo unter dem Motto "Vom Zuckerrohr zum Zuckerhut" eine lateinamerikanische Nacht auf dem Programm stand mit dem hauseigenen Gospelchor, der Steelband "Feet Steel" aus Bielefeld, Peter Wröbels Steel Drum Quintett, Tanz und den passenden kulinarischen Spezialitäten. Zahlreiche Kinder waren bereits am Nachmittag zum Spielen eingeladen. "Vater unser" in Bildern, Tönen, Texten und Gesprächen lautete das Thema in der Nikolai-Kirche, die sich - mit fast mystischer Dekoration und Beleuchtung - als Raum der Ruhe und Besinnung präsentierte. Im Turm war auf den verschiedenen Etagen einiges zum "Vater unser" zu hören und zu sehen, während draußen auf dem Kirchplatz gibt es einen Spieltisch mit Rätseln zum Thema bereit stand. Für Jung und Alt war gleich nebenan ein Stand augebaut worden, wo man sich bei einem Getränk, einem Snack und Gesprächen begebnete. In der Kirche warden abwechselnd Orgelmusik, meditativer Tanz, "Klänge" und "Väter-Mütter-Geschichten" angeboten.

    In der katholischen Sankt-Sturmius-Kirche führten Kinder und Erwachsenen der Gemeinde bereits am späten Nachmittag das Musical "Just do it - der barmherzige Samariter" auf. Im Anschluss fanden vor dem Pfarrheim "Begegnungen" statt, und außerdem gab es auch etwas zu essen. Amspäteren Abend konnten die Besucher in der Kirche Bild- und Toninstallationen zum Vater-unser bewundern. -

    "Gregorianik trifft auf Romanik": In der Kirche Cosmae et Damiani in Exten haben sich die Organisatoren zu ihrer Premiere etwas Außergewöhnliches einfallen lassen. Im ältesten Gotteshaus im Schaumburger Wesertal wurde abwechselnd Plattdeutsch gesprochen und gregorianisch gesungen. Im Kirchgarten gab es Snacks und Cocktails.

    Eine lange Grimm-Nacht fand gleizeitig in der Jakobi-Kirche statt. Auf dem Programm standen Märchen und Musik zum Jubiläumsjahr der Grimmschen Märchen. Rintelner Jugendliche erzählten und spielten. Später heizte die Rintelner Band "Simca" den Gästen in der Kirche mit Rock und Pop ein, bevor es wieder besinnlich wurde: Pastor Heiko Buitkamp wartete mit einem Kurzvortrag über "Religiöse Spuren in den Grimmschen Märchen" auf. Foto: km

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