MÖLLENBECK (km). Der suggestiven Kraft zahlloser Sonnenblumen konnte sich offenbar nichts und niemand entziehen. Beim großen Familienfest des Rintelner Kinderschutzbundes war gute Laune Trumpf, und auch das Wetter spielte mit: Lediglich ein paar schwarze Wolken zogen am Nachmittag - unverrichteter Dinge - über das Kloster hinweg.
Die Blumen mit den großen gelben Blüten schienen eine nachgerade magische Anziehungskraft auf das Publikum auszuüben. Der Besucherstrom jedenfalls setzte bereits am Morgen ein und brach bis zum späten Nachmittag nicht mehr ab - mindestens zweitausend Gäste sollen es gewesen sein.
Reibungslos klappte abermals die Organisation der Kinderschutzbund-Verantwortlichen. Und das, obwohl das Publikum ordentlich Hunger und Durst mitgebracht hatte. Doch drohende Engpässe konnte durch das rechtzeitiges Fassen von Nachschub entschärft worden. Am Ende hatten die Besucher unter anderem insgesamt an die 100 selbst gebackene Torten und annähernd 1000 Würstchen verputzt.
Im Unterhaltungsbereich wurde dem Publikum den ganzen Tag über ein buntes, kurzweiliges Programm geboten - mit speziellen Schwerpunkten natürlich für die Kinder. Im Angebot waren unter anderem diverse Spiele, Malen, Basteln oder der Streichelzoo des Möllenbecker Kaninchenzuchtvereins. Und sogar eine (fast) echte Kuh konnte gemolken werden. Vor dem Kloster hatten die Ackebürger ihre alten Landmaschinen aufgebaut, deren "Cockpits" den ganzen Tag über von Kindern besetzt waren.
Geradezu überwältgenden Zulauf hatte erneut die Tombola, die durch großzügigen Gaben von Rintelner Geschäftsleuten üppig bestückt war. Im Refektorium, nur wenige Meter entfernt, stand den Gästen eine breite Palette von Leckereien für das leibliche Wohl zur Verfügung.
Auch für die musikalische Unterhaltung - unter anderem mit dem Polizei-Orchester Niedersachsen, der Bigband des Gymnasiums Ernestinum und der Kapelle der Möllenbecker Feuerwehr - war den ganzen Tag über bestens gesorgt. Besonderen Applaus heimste das Männerballetts "Die Klosterelfen" ein, das mit wuchtiger Eleganz über die Bühne schwebte.
Die omnipräsenten Sonnenblumen, die den Rahmen für das große Fest bildeten, waren unterdessen weit mehr als nur Dekoration (wofür allein freilich über tausend Exemplare verwendet worden waren):
Unaufhörlich boten die Florstinnen an ihrem Stand selbstgebundene Sträuße zum Verkauf für den guten Zweck an. Der Erlös der gesamten Veranstaltung soll komplett dem Kinderschutzbund zugute kömmen. Foto: km
