Er verzichtet auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger und lässt Raum für eine größere Artenvielfalt auf den Feldern. Unter der Prämisse "Lebensmittel produzieren, die Umwelt möglichst wenig belasten und Kulturlandschaft gestalten, setzt Meeses Betrieb auch in der Erntezeit vornehmlich auf Handarbeit, mit dem Ziel schönes, leckeres Gemüse, knackige Salate und frische Kräuter zu ernten. Ganz nach dem Geschmack der grünen Politik, wie Künast beim Blick auf die Kräutervielfalt feststellte. Sie nahm einen Strauß Vitamine in die Hand und wusste zu Liebstöckel, Salbei, Petersilie, Rosmarin, Kapuzinerkresse, Sauerampfer, Kerbel und Co gesunde Rezepte zu nennen. Von der grünen Frankfurter Soße bis zum Pesto blieben keine kulinarischen Genüsse außen vor. Ein kurzer Blick in die Runde und zukunftsorientiert gedacht, formulierte sie: "Ich werde wohl doch noch an einem Kochbuch arbeiten". Bevor sich Künast aber als Rezept-Autorin versucht, suchte sie das Gespräch mit Meese, der mit farbenfrohen essbaren Blütenblättern und frischen Tomaten aufwartete. Beherzt griff die Bundespolitikerin in die Angebote und nickte den Genuss ab. Ihr Wunsch "Weg vom Industrie-Einheitsbrei, hin zu Saisonalem und dabei Familienbetriebe stärken" unterstrichen das Ziel von wenigen und kurzen Transportwegen, denn das Jahr hat nun mal unterschiedliche Geschmäcker. Die ehemalige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sprach beim Rundgang über das Bioland auch über die Vorteile und Probleme der Biolandwirtschaft und ging auf Meeses Erfahrungen ein. Besonders dieser Themenbereich und der Ökolandbau mit steigender Nachfrage ist Künasts politischer Schwerpunkt.
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