Das Planungsbüro Rainer Hobigk hatte dazu zwei Varianten erarbeitet. In beiden soll im Norden eine Baumallee gepflanzt und die Straßenbreite beibehalten werden. Während der eine Entwurf auf Höhe des Zuganges zum Klinikparkplatz eine nordseitige Fahrspurverengung vorsieht, zeigt die Alternative die Ausbuchtung auf der Südseite. Dies ist nach Meinung von Volker Busse (SPD) überflüssig, da eher die stadteinwärts fahrenden Autos abzubremsen seien. In jeden Fall soll sich die Zufahrt zur B 442 durch einen ausgerundeten Seitenbereich verengen. Dafür präsentiert der eine Plan ein Wasserspiel, der andere eine Grünfläche mit Torpfeilern, die Busse favorisierte. Da diese Variante aber die Fahrbahnverengung auf der südlichen Seite, also stadtauswärts, vorsieht, schlug er eine entsprechende Mischung beider Entwürfe vor. Michael Kosian (WGN) meinte, eine einseitige Querungshilfe sei "out". Er plädierte für eine Mittelinsel und insgesamt für einen möglichst kostenarmen Umbau, auch im Hinblick auf einen immer noch möglichen Ausbau der B 442.
Busse hob er hervor, dass durch die Sanierung ein einheitliches Bild der Ortsdurchfahrt geschaffen werden könne. Der Entwurf aber sieht vor aufgrund des guten Zustandes des Pflasters den Gehweg weitgehend beizubehalten. Dafür setzte sich auch Bernd Hothan ein. Das beratende Ausschussmitglied verwies aber darauf, dass das wiederum ein uneinheitliches Bild zu dem gelben Pflaster ergäbe.
Wie die Mittelübersicht für die Stadtzentrumsanierung zeigt, sind bis zu 240 000 Euro für die gesamte Umgestaltung der Hohen Warte angesetzt. Dem stand Heinrich Steding (CDU) argwöhnisch gegenüber. Eine Querungshilfe müsse in der Tat sein, die Fußgängersteige aber seien in Ordnung, die Fahrspuren völlig verkehrstauglich – Und nur fürs "Hübschmachen" sei das eindeutig zu viel Geld.
Busse sagte, er rechne nur mit 180 000 Euro. Hothans Schätzungen zufolge bleiben die Kosten sogar noch weitaus darunter.
Steding beantragte eine "wie auch immer geartete Querungshilfe" zu planen, die restlichen Maßnahmen aber aufgrund der unsicheren Kostenlage nicht weiter zu verfolgen.
Auf Anraten des Bauamtsleiters Hans-Bernhard Kampen einigte sich das Gremium letztlich darauf, den gesamten Entwurf um einen Monat zurückzustellen, und zunächst die Kosten zu ermitteln. Foto: jl
