RINTELN (ste). In Rinteln startet eine Facebook-Party! Eine Aussage, die erst einmal gemischte Gefühle beim Schreiber dieser Zeilen auslöst. Überschriften wie "Facebook-Party eskaliert", "Horror für die Stadt nach Facebook-Party" oder auch "Hessische Polizei will Einsatz auf Facebook-Party in Rechnung stellen" drängen sich auf, weil Nutzer des Social Network unter anderem zu Geburtstagsfeiern öffentlich einluden, statt in einem kleinen Kreis. Dann kamen unkontrolliert bis zu mehreren tausend Besuchern und die Partys uferten aus. In Rinteln jedoch hatten offenbar Profis das Zepter in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung in der Hand. Steffen Roertgen, Yannick Scheermann, Levent Stein, Arne Roertgen, Simon Friedrichs, Marvin Handtke und "Zetti" Zimmermann sind zwar alle erst zwischen 19 und 24 Jahre jung, dennoch schon erfahren in der Organisation kleinerer Partys. Jetzt wollten sie einmal ganz groß rauskommen und etwas für die Rintelner Jugend tun. Sie starteten die erste "Wesertekk" Party mit Einladung über Facebook. Mit dem Wesertekk-Team treffen sich zwei Jung-Reporter des SW, die schon auf der Party selbst einen ersten Eindruck von der guten Location, der verschiedenen Styles der elektronischen Musik und der Feierlaune der rund 700 Gäste (über den Abend verteilt) gewonnen hatten. Ihr Fazit nach dem Gespräch mit den Organisatoren in wenigen Worten: "Es war durch die Bank friedlich, die Ausrichter freuen sich über die gute Zusammenarbeit mit den Behörden wie Stadt Rinteln und Polizei, es gab keine Beschwerden von Gästen!" Geld stand nicht im Vordergrund der Party, sondern Ziel war es, der Jugend die elektronische Musik näher zu bringen und etwas für die Jugend in Rinteln: "Das es am Ende auch dafür gereicht hat, dass die Kosten gedeckt sind, ist doppelt schön!" "Wesertekk" könnte in Rinteln zu einem festen und einprägsamen Namen werden. Die sieben Organisatoren wollen einen Verein gründen, der sich für Jugendveranstaltungen und Musikkultur für junge Leute einsetzt. Am Ende ist es das Ziel, dass eine Party die nächste finanzieren hilft. Die erste "Wesertekk" kostete immerhin 11.000 Euro und das finanzielle Risiko trugen die jungen Organisatoren alleine.
Die Idee zu der "Wesertekk" Party kam bereits vor drei Monaten, seitdem plante das Team die Veranstaltung. Mit der Location im Industriegebiet waren die Organisatoren zufrieden. Für sie war es am Ende harte Arbeit, die sich jedoch gelohnt hat: "Wir danken vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern. Sie haben dazu beigetragen, dass es eine tolle Party mit Superstimmung war", hieß es aus dem Wesertekk-Team.
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