1. 80 Jahre jung und gut gerüstet für die Zukunft

    Feuerwehr feiert ihren Geburtstag / Schon früh mit Jugendwehren den Grundstein für ausreichend Personal gelegt

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    SCHAUMBURG (ste). Schaumburgs Ortsbrandmeister Sascha Meier hielt seinen Bericht anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der Wehr entspannend kurz: "Wir wollen ja auch noch Zeit zum Feiern haben", so Meier, der selbst ein Teil der Jubi-Feier war. Er wurde nämlich von Stadtbrandmeister Friedel Garbe und seinem Stellvertreter Bernd Entorf vom Hauptlöschmeister zum Brandmeister befördert. Zuvor ließ Meier seinen Blick auf die Geschichte der Wehr zurückschweifen. Als 1929 aus den Ortsteilen Rosenthal und Ostendorf zusammen mit dem Gut Coverden der Ortsteil Schaumburg gebildet wurde, dauerte es nicht lang, bis sich 1933 auch eine Freiwillige Feuerwehr gründete. 1948 kam eine Musikkapelle dazu, die allerdings 1969 mangels Mitgliedern wieder eingestellt werden musste. 1963 wurde die erste Spritzenhausbaracke gebaut, die 1976 an gleicher Stelle zum Feuerwehrhaus ausgebaut wurde. Mittlerweile, so Meier, habe die Feuerwehr neben der Brandbekämpfung vielerlei Aufgaben: "Wir sind quasi ein "Mädchen für Alles" geworden!". Die Stellung der Wehr im Dorf sei besonders wichtig, da sich Schaumburg, wie auch andere Ortsteile, immer mehr zu einem "Schlafort" entwickelt habe: "Gearbeitet wird woanders!" Vereine und Feuerwehren wirktem dem entgegen und so sei die Kameradschaft und die Geselligkeit wichtig, um die Feuerwehr als eine feste Größe im Ort zu erkennen. Damit das auch so bleibt, ist in Schaumburg schon früh eine Jugendwehr gegründet worden. 1977 startete sie mit ihrer Arbeit, 2005 wurden die "Zwergenlöscher" gegründet. Beide Jugendorganisationen dienen dem Erhalt und der Stabilisierung der Ortswehr. Gleiche Ziele verfolge der Feuerwehrentwicklungsplan, so Erster Stadtrat Jörg Schröder, der darin ein probates Mittel gegen die Folgen des demografischen Wandels sieht. "Zusammenarbeit stärken, taktische Einheiten bilden, Wehren auf den Orten beibehalten", sei das Ziel. Ortsbürgermeister Eckhard Hülm hat selbst 40 Jahre der 80-jährigen Geschichte der Wehr miterlebt und freute sich zusammen mit Meier, dass auch eine Abordnung der befreundeten Wehr aus Großpaschleben (Köthen) zur Feier gekommen war.

    Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote setzte in seiner Rede der Auffassung "Die Feuerwehr ist ein Mädchen für Alles" auch Grenzen. Dann hatte er die ehrenvolle Aufgabe, Ulrich Kipp, Wilhelm Bredemeier und Horst Bredemeier für je 40 aktive Dienstjahre auszuzeichnen. Andreas Monden ist seit 25 Jahren aktiv. Vom Landesfeuerwehrverband überbrachte Grote Urkunden und Glückwünsche an Werner Seedorf für 60 Jahre Feuerwehrtreue, Wilhelm Tadge und Helmut Meier für 50 Jahre in der Wehr und Burkhard Bödecker für 40 Jahre.

    Mit guten Gesprächen, vielen Gratulationen und Wünschen feierte die Wehr dann noch den Tag über ihr Jubiläum.Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an