SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Ende September 2014 endet die Amtszeit von Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann. Lange war es ruhig in Bezug auf mögliche Nachfolger, jetzt ist Bewegung in die Sache gekommen. Sowohl Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn als auch Sven Janisch, Samtgemeinde-Kämmerer, wollen für die SPD ihren Hut in den Ring werfen. Zu weiteren Aussagen, Zahlenspielen oder gar Spekulationen machen sie "dicht". Man müsse doch zunächst einen Wahltermin haben, bevor überhaupt das Kandidatenkarussell in Gang gesetzt werden solle, so die Meinung der beiden Ratshaus-Mitarbeiter. Ein möglicher Kandidat für die CDU wäre Erhard Steege. Er bekundet ebenfalls seine "mögliche" Bereitschaft, das Amt übernehmen zu wollen. Allerdings nur unter "gewissen Voraussetzungen", wie er unterstreicht.
"Nach der Wahl ist vor der Wahl", so könnte man die weitere Vorgehensweise bezeichnen. Denn erst nach Bundestagswahl im September soll es in der SPD erste Bemühungen geben, detailliert über eine Kandidatenauswahl und über Wahlkampfstrategien nachzudenken, das bekräftigt der SPD-Samtgemeindeverbandsvorsitzende Uwe Märtens,. In den SPD Ortsvereinen wird zunächst über Favoriten zu reden sein. Meinungen und Wünsche aus den Ortsvereinen würden natürlich eine Rolle spielen. Am Ende entscheidet die Abstimmung auf Samtgemeindeebene über den SPD-Kandidaten, der ins Rennen geschickt wird und für den dann die Wahlkampf-Kampagne auf die Beine gestellt wird. Märtens möchte nicht weiter ins Detail gehen, lässt sich aber die folgende Aussage entlocken: Sollte sich einer der SPD Kandidaten bewogen fühlen, auch ohne Parteimandat zur Wahl antreten zu wollen, sei ihm das unbenommen. Dieser Einzelbewerber müsste dann um die 160 Unterstützer für eine Kandidatur finden. Den Wahlkampf muss so ein Einzelbewerber allein bestreiten. Sicher auch ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Aus der SPD austreten, müsse so ein Kandidat natürlich nicht, unterstreicht Märtens. Nach Aussage von ihm könnte sich sogar noch ein dritter Bewerber in die Kandidatenkür der SPD einmischen. Mehr zu dieser Person will der Samtgemeindeverbandsvorsitzende der Sozialdemokraten zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten. Er verweist mehrfach im Gespräch auf die lange Zeit, die bis zur endgültigen Festlegung auf einen Kandidaten noch zur Verfügung steht. Wer am Ende das "Go" von der Partei erhält, der sollte unbedingt Biss haben. Und die Sympathien in möglichst vielen Bevölkerungsteilen der Samtgemeinde bekommen. Der SPD-Vorstand werde ihren Kandidaten natürlich nach Kräften unterstützen. Er zollt jedem, der sich zur Wahl stellt, höchsten Respekt. "Da gehört schon eine Menge Mut dazu", ist Märtens überzeugt.
Auch Erhard Steege, CDU-Fraktionssprecher im Rodenberger Rat, hält es für verfrüht, jetzt schon Namen zu handeln. Nach der Bundestagswahl "werden wir gucken, was wir machen", so erklärt es der Algesdorfer, der eine Bewerbung seinerseits nicht generell ausschließt, aber nur unter "reellen Siegschancen". Grundsätzlich sei es nach seiner Einschätzung unklug, zwei Kandidaten aus Rodenberg zur Wahl zu stellen. Wehrhahn wohnt wie er in Rodenberg, Sven Janisch ist in Lauenau zu Hause. Letztendlich gehe es bei der Entscheidungen der SPD wohl darum, welcher Ortsverein sich mit seinem "Lieblingskandidaten" durchsetzen könne. Abseits von aller Parteizugehörigkeit müsse ein Samtgemeindebürgermeister führen können, kreativ sein, Ideen haben und "den Laden nach vorne bringen", meint Steege. Der Chef der Verwaltung müsse "Diener der politschen Gremien sein. "Ich bin sehr gespannt auf das Verhalten der SPD Rodenberg in ihrer Kandidatenaufstellung", gibt der CDU-Politiker offen zu. So wie es im Moment aussieht, könnten die Wahlen für den Heilmann-Nachfolger oder die Nachfolgerin im Mai fallen. Dann stehen Wahlen zum Europaparlament an und diese Logistik könne man nutzen, um auch die Wahlen für den Nachfolger von Heilmann durchzuführen.