1. Urlaub in ländlicher Idylle genießen

    Kinderschutzbund veranstaltet Sommertage für Kinder auf dem "Twelenhof" im Extertal

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    RINTELN (km). Auf Einladung des Kinderschutzbundes erlebten jetzt 16 Rintelner Kinder sechs tolle Ferientage auf dem idyllisch gelegenen "Twelenhof" im Extertal. An gleicher Stelle findet ganzjährig auch das therapeutische Reiten des Kinderschutzbundes statt, das Martina Platen als ausgebildete Reitpädagogin für Kinder mit besonderem Förderbedarf durchführt.

    Ermöglicht wurden die Ferientage erneut durch einen großzügigen Zuschuss der "Stiftung für Rinteln", die sich zum Ziel gesetzt hat, benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Familien mit geringem Einkommen zu unterstützen.

    Die sechs Tage in der Natur waren für die Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis elf Jahren wie ein kleiner Urlaub. Besonders beliebt waren wieder die Therapiepferde Beverly, Slotta, Runa, Hlöck und Kjartan. Die geduldigen und einfühlsamen Islandpferde strahlen Ruhe aus und helfen damit auch zunächst unsicheren Kindern, ihre Ängste abzubauen. In einer kleinen Gruppe wurden die Kinder mit den Tieren vertraut gemacht, lernten, worauf beim Umgang mit Pferden zu achten ist, wie man das Zaumzeug anlegt und wie man Hufe auskratzt. So ermutigt, trauten sich schließlich alle Kinder auf den Rücken eines Therapiepferdes. Nach anfänglichem Zögern wagten einige dann sogar eine schnellere Gangart und machten Übungen, die andere Kinder ihnen vorgeschlagen hatten.

    Für Spiel und Spaß war außerdem die Hof-Hündin "Lotte" zu haben, die von Martina Platen zum Therapiebegleithund ausgebildet wird. Immer wieder brachte sie den Tennisball zurück, den die Kinder geworfen hatten, ließ sich streicheln und spielte sogar beim Verstecken mit.

    Die Kinder nutzten auch gerne das Tarzanseil, das von einem Baum hing, spielten mit den Erwachsenen oder mit anderen Kindern Federball und "Familytennis", forschten im reich bestückten Verkleidungskoffer nach tolle Anziehsachen und freuten sich über das Planschbecken, das bei herrlichem Sommerwetter eine erfrischende Abkühlung bot. Bei zwei Ausflügen zu einem nahen Wäldchen entdeckten die Jungen und Mädchen im Bach Flohkrebse und Molche. In der Becherlupe konnten die Tiere auch aus der Nähe bestaunt werden.

    Bewegung an der frischen Luft macht hungrig, und so konnten sich die Kinder mittags mit einem leckeren Essen stärken. Einige halfen in der Küche mit, schnitten Kräuter, Gemüse oder Obst oder rührten fleißig im Kochtopf. Zum Nachtisch war ein kühler Fruchtjoghurt oder ein Stück saftiger Melone sehr beliebt. -

    Passend zum Motto "Wie bei den Indianern" hatte Kinderschutzbund-Mitarbeiter Albrecht Schäffer Federn, Bänder, Stoffe und Farben vorbereitet. Aus langen Stangen errichteten die Kinder mit Hilfe der Erwachsenen ein Tipi, bespannten es mit Stoff und bemalten es bunt nach Indianerart. Außerdem zeigten die Jungen und Mädchen ihre Kreativität beim Bemalen von Indianer-Umhängen, beim Herstellen von Federschmuck und beim Töpfern von Figuren und Gefäßen. Auch die Musik kam nicht zu kurz: Die Gruppe begann und beendete jeden Ferientag mit Liedern zur Gitarre.

    Zum Abschluss der Ferientage durften alle Kinder an einem geführten Ausritt durch Wiesen und Felder rund um den "Twelenhof" teilnehmen. Allein oder zu zweit konnten die Jungen und Mädchen auf dem Rücken der Pferde die Umgebung genießen und sich den Wind um die Nase wehen lassen.

    Martina Platen und Albrecht Schäffer freuten sich am Ende darüber, dass die Ferientage gut verlaufen waren und dass einige zunächst zurückhaltende Kinder in der Gruppe und im Kontakt mit den Tieren eine gute Portion an Selbstvertrauen gewonnen hatten. Sie dankten den beteiligten Familienpatinnen im Team und den Helferinnen, die beim Reiten oder in der Küche geholfen hatten. Im Blick auf die Ferientage im kommenden Jahr sangen alle zum Abschied mit den Kindern aus vollem Herzen: "Tschüss, macht‘s gut, auf Wiederseh‘n".

    Foto: km

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