1. Arbeitsmarkt hat Pause

    Zahl jüngerer Arbeitslose steigt nach Schule und Ausbildung

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LANDKREIS (em). Die Arbeitslosigkeit ist in der Sommerpause vor allem aus saisonalen Gründen gestiegen: Gegenüber dem Vormonat Juni erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen Menschen um 392 auf 14.551 (+2,8 Prozent).

    Die Arbeitslosenquote für den gesamten Agenturbezirk stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent, was genau dem Niveau des Vorjahres entspricht. Niedersachsenweit beträgt die Quote 6,6 Prozent. Für den Bereich der Geschäftsstelle Stadthagen beträgt die Arbeitslosenquote 6,6 Prozent, im Bereich Rinteln 7,4 Prozent, entsprechend sind 3985 Menschen (Stadthagen) sowie 1469 Menschen (Rinteln) ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Trend allerdings verbessert: In Rinteln sind im Vorjahresvergleich 115 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, in Stadthagen 187 Menschen weniger. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Juli üblich und geht vor allem darauf zurück, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss ihrer Schul- und Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos melden: Bei der Personengruppe der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit um 330 auf 1892 (+21,1 Prozent). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei dieser Gruppe fiel damit höher aus als im vergangenen Jahr (Juli 2012: + 278 /+16,8 Prozent).

    Darüber hinaus wird die Arbeitslosigkeit im Juli durch die quartalsbedingte Beendigung von Arbeitsverhältnissen beeinflusst. Außerdem werden Einstellungen in vielen Branchen bis nach der Sommerpause aufgeschoben. Dem Arbeitgeber-Service wurden im Juli 912 offene Stellen neu zur Besetzung gemeldet, 90 mehr als noch im Vormonat Juni (+10,9 Prozent). Seit Jahresbeginn sind es 5418 neu gemeldete Stellen – 946 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

    "Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist jahreszeitlich für den Juli typisch. Dass sich allerdings mehr junge Menschen nach der Ausbildung als im Vorjahr arbeitslos gemeldet haben, zeigt auch, dass der Arbeitsmarkt derzeit weniger aufnahmefähig ist", kommentiert Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Hameln die Zahlen.

    992 Jugendliche waren im Juli bei der Berufsberatung noch als unversorgte Bewerber gemeldet. Auch unmittelbar vor Ausbildungsbeginn im August, gibt es noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Für junge Menschen, die noch eine Ausbildungsstelle suchen, empfiehlt es sich auch zum jetzigen Zeitpunkt noch, sich bei der Berufsberatung zu melden.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an