HORSTEN (bt). Zwei Tage lang zelebrierten die Horster Schützen zusammen mit ihren Gästen "das gemütlichste Schützenfest der Welt". Zwei Tage lang wurde rund um das Schützenhaus kräftig gefeiert und getanzt.
Fester Bestandteil des Schützenfestes, das in dem kleinen grün-weiß geschmückten Ort traditionell als Dorfgemeinschaftsfest begangen wird, ist die Proklamation der neuen Majestäten. Seit einigen Jahren verzichten die Grünröcke aus finanziellen Gründen auf die musikalische Begleitung durch eine Kapelle. Stattdessen fährt Kapellmeister Dietmar Töhte nach Aufforderung durch den Vereinsvorsitzenden Friedhelm Töhte die Regler hoch und lässt den Präsentiermarsch von einer CD erklingen. Zu den Klängen dieses Musikstückes entledigte Friedhelm Töhte feierlich die Könige des Vorjahres ihrer Amtsketten. Hannelore Hoeft, Jürgen Hilbert und Anna-Marie Trost waren die Majestäten im letzten Jahr, dem Jubiläumsjahr der Horster Schützen. Der Verein gedachte damals seiner Gründung vor 90 Jahren. Im Jahr eins nach dem Jubiläum errang Ute Stiller die Königswürde bei den Damen, Michael Meyer bei den Herren. Meyer hatte bereits 2002 den Titel geholt. Stiller ist die 39. Königin der Horster Schützen, Meyer der 68. König. Benedikt Stiller wurde zum Schützenkönig bei den Jugendlichen ernannt. Der Pokal für den tagesbesten Schützen beim Königsschießen ging an Renate Henning. Auf Heinz Oltrogge wartete der Feuerwehrpokal als Belohnung für Oltrogges Sieg beim schießsportlichen Wettbewerb der örtlichen Feuerwehr.
Vor der Proklamation zeichnete Sabine Bolsewig die Gewinner des Kinderfestes aus. Leider mussten die Veranstalter registrieren, dass sich diesmal nur 14 Kinder daran beteiligt hatten. Zehnmal ist das Kinderfest bereits durchgeführt worden, manchmal mit bis zu vierzig Teilnehmern. Der Sieger bei den bis zu Fünfjährigen heißt in diesem Jahr Yven Mensching. Platz eins in der Altersklasse bis zehn Jahre fiel an Fynn Noel. Er war allerdings auch einziger Teilnehmer. Anna-Marie Trost gewann in der Altersklasse ab elf Jahren. Für sie alle gab es Eisgutscheine. Einen guten Riecher hatte Hanna Junk. Sie schätzte die Anzahl der Bonbons in einem Glas mit 70 statt 72 ziemlich genau. Auch sie wurde mit einem Präsent belohnt.
Abends tanzten und feierten die Schützen mit ihren Gästen ausgelassen bis in die späten Nachtstunden. Am zweiten Tag des Festes wurden bei einem Rundmarsch durch das Dorf die Königsscheiben montiert. Mit einer Kaffeetafel klang zur Musik der Schaumburger Musikanten das "gemütlichste Schützenfest der Welt" aus. Foto: bt
