Über 60 Rechtsradikale sammelten sich zeitweise auf dem Grundstück. Dort harrten die Demonstranten für zwei Stunden aus, auch auf die Weisung hin, den Garten zu verlassen. Banner, Flaggen, Tattoos und ihre Kleidung wiesen die Demonstranten deutlich der Zugehörigkeit der Rechten Szene aus. "Unter den Rechtsradikalen waren auch einige bedrohliche Typen", so die Anwohner. Die Rechten fotografierten zudem die Hausbewohner, darunter Kinder. "Für uns war das sehr unangenehm und bedrohlich", erklärten die eingeschüchterten Hausbewohner.
"Wir sind wirklich enttäuscht", sagte Anwohnerin Susanne Thimm, "die Polizei stand in der unmittelbaren Nähe und hat trotzdem nicht eingegriffen. Die Beamten hätten die rechten Demonstranten an ihre Demo-Auflagen erinnern und sie zurück auf die Straße weisen sollen." Laut der Anwohner hätte es aber erst gar nicht so weit kommen müssen. Die in diesem Jahr anders verlaufenden Polizeiabsperrungen seien in der Bornstraße zu knapp bemessen gewesen. Die Rechten hätten nicht genug Platz sich zu versammeln und suchten deshalb Raum in den angrenzenden Gärten. "Soweit wäre es nicht gekommen, hätte sich einfach ein Polizist in unsere Zufahrt gestellt", so Thimm. Die Anwohner hatten ihre Sorge um veränderte Absperrung und den knapp bemessenen Sammelraum der Polizei schon im Vorfeld mitgeteilt.Foto: privat
