BAD NENNDORF (em). Seit 2009 haben die Lokale Agenda, der Behinderten- und Seniorenbeirat der Samtgemeinde Nenndorf und mehrere Anlieger auf die aus ihrer Sicht unhaltbaren Verkehrsverhältnisse in der Brunnenstraße aufmerksam gemacht. Auch in den Ausfahrten der Grundstücke und vor den Garagen parken immer wieder fremde Fahrzeuge. "Von rücksichtslos rasenden Autos ganz zu schweigen", so Anlieger Werner Amelung, der sich in einem Brief erneut an den Bürgermeister wandte. Eine im August 2009 in Aussicht gestellte Beobachtung der Verkehrssituation sei nicht zu erkennen. Möglichkeiten zur Verbesserung der jetzigen Situation, die ohne großen finanziellen Aufwand umzusetzen wären, seien von den Anliegern vorgeschlagen worden. Aktueller Anlass des Schreibens an die Stadtverwaltung ist ein Dienstfahrzeug des DRK, das Ende Juni in der Garagen-Ausfahrt Amelungs parkte. Das Büro der Sozialstation war nicht besetzt, erst nach einem Anruf bei der Polizei konnten die Ordnungshüter eine Mitarbeiterin des DRK erreichen, die das Fahrzeug auf einen anderen Platz fuhr. "Nach mehr als einer Stunde Wartezeit konnten wir unsere Ausfahrt benutzen und unseren geplanten Termin erst verspätet wahrnehmen. Von einer Anzeige oder der Inanspruchnahme eines Abschleppdienstes habe ich vorerst abgesehen", erklärte Amelung. Auch das im Jahr 2009 zusätzlich angebrachte Verkehrszeichen zeigt keinerlei Wirkung. Allerdings wurde kürzlich ein 30-Stundenkilometer Verkehrszeichen am Beginn der Doudeville Straße angebracht. "Für die Anlieger der Brunnenstraße bedeutet das keine Besserung, deutet aber aus unserer Sicht darauf hin, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird", so Amelung abschließend.
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"Unhaltbarer Zustand"
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