RINTELN (km). Durchweg zufrieden zeigten sich die 217 "Studenten" der neunten Sommeruniversität mit dem Verlauf ihrer einwöchigen Probezeit in Rinteln, wie jetzt bei der Verabschiedung im Brückentor deutlich wurde. Zum Abschluss überreichte VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz den Teilnehmern ihre Testate. Die Veranstaltung in Kooperation zwischen der Leibniz-Universität Hannover und dem Landkreis Schaumburg hatte den am Studieren interessierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufen Einblicke in die unterschiedlichsten Disziplinen und Themen geboten und ihnen Möglichkeiten der Studien- und Berufswahl aufgezeigt.
Insgesamt hatten sich für das neunte Studien- Kultur- und Freizeitprogramm mit seinen über 100 Veranstaltungen erneut zahlreiche Teilnehmer eingeschrieben, die meisten aus der näheren Umgebung, einige aber auch von weit her - aus Polen, England und sogar aus Bulgarien.
Die jungen Leute konnten aus einem breiten Spektrum von über 20 Fachrichtungen wählen. Über 50 Dozenten brachten mit den zahlreichen Informationsveranstaltungen Uni-Betrieb in die Weserstadt. Jeden Tag konnte ein anderes Fach studiert, Studienanforderungen erprobt und Hochschulalltag stressfrei erlebt werden. Angeboten waren unter anderem Vorträge, Workshops und Seminare aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Jura, Politik, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften.
Und um die intellektuellen Bemühungen der Wissensdurstigen nicht ins Verbissenene abgleiten zu lassen, hatten die Veranstalter auch mit einem vielfältigen Freizeitprogramm aufgewartet. Für jene, die nach den vielen akademischen Aktivitäten leichten Stress verspürten, hatten die Organisatoren gesorgt: In verschiedenen Sporthallen konnten sich die Nachwuchs-Akademiker jeden Tag bei Sport und Spiel entspannen. -
Einen guten Eindruck haben die jungen Leute in Rinteln allemal hinterlassen, fasste Undine Rosenwald-Metz bei der Verabschiedung im Brückentor zusammen, bevor sie die 217 Testate aushändigte. Für die tolle Organisation bedankte sie sich besonders bei Projektleiterin Bernadette Unger-Knippschild.
Dass der Anteil an weiblichen Teilnehmern - trotz leichter Schwankungen - unterm Strich Jahr für Jahr steigt, dürfte endlich einen "Paradigen-Wechsel" bestätigt haben. An der originalen Rintelner Uni gab es Frauen seinerzeit "selbstverständlich" gar nicht. Der Anteil der Kandidatinnen ind Rinteln btrug diesmal rund 75 Prozent. Auch die Tatsache, dass sich wieder einige Teilnehmerinnen anboten, künftig als "Botschafterinnen" der Sommeruniversität an ihren Schulen für Rinteln zu
werben, markiert einen weiteren Pluspunkt für die Erkenntnis "Frauen auf dem Vormarsch". -
Für einen besonders unterhaltsamen Beitrag sorgte Dr. Martin Beyersdorf, der Leiter der zentralen Einrichtung für Weiterbildung an der Leibniz-Universität Hannover, der bereits bei der Eröffnung vor Wochenfrist mit origineller Symbolik aufgewartet hatte: Mit Seifenblasen erinnerte der Mitinitiator der Sommeruniversität daran, dass auch gute Ideen leicht mal platzen können.
Mehr symbolischen Optimismus - der eigentlich keiner Erläuterung bedarf - verbreitete Beyersdorf dann bei der Abschieds-Vorstellung: Unter anderem mit einer Walnuss und am Ende mit einem singenden Schwein ("My Girl"), das den größten Applaus des Tages einheimste. Foto: km
