1. Drinks und heißen Rhythmen

    blitzt und donnert es am Himmel über dem Rintelner Doktorsee

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    RINTELN (ste). Es ist eine lauwarme Hochsommernacht, ein Gewitterschauer hat Stunden zuvor die Temperaturen auf "erträglich" zurückgekühlt und man muss sich entscheiden zwischen der Musik von zwei Bühnen, die am Doktorsee aufgestellt sind. Es ist "Doktorsee in Flammen", die Kultveranstaltung für Camper, Rintelner und viele auswärtige Gäste. Und es ist einiges neu am Fest. Der Eintritt ist drastisch reduziert auf 10 Euro, die Bands tragen weniger große Namen, machen dafür aber hammermäßige Musik, das Feuerwerk startet fast auf den Punkt genau um 23 Uhr, ohne dass das Publikum dafür extra ein lautes Pfeifkonzert anstimmen muss.

    Zwölf Minuten lang donnern die Raketen in den Himmel, passgenau vom Team der Firma "Pook Pyrotechnik" auf die Musik abgestimmt, die aus 55.000 Watt starken Lautsprechern die geschätzten 10.000 Besucher am Strand beschallen. Feuerfontänen spiegeln sich im See, Raketen donnern in die Höhe und lassen Goldregen fallen und immer wieder gibt es Szenenapplaus der Menge.

    Die hatte sich zuvor beim Einlass einer genauen Kontrolle des Sicherheitsdienstes unterziehen lassen müssen: "Um keinen Ärger auf dem Festplatz zu bekommen", so Wachleiter Bodo Budde, der konsequent Flaschen, Flakons und auch Deo-Sprays einsammeln ließ: "Das ist einfach zu gefährlich, wenn jemand so einen Deostrahl anzündet!" Und Ärger gab es auch so gut wie nicht. Einige wenige Platzverweise wurden von den Sicherheitsleuten mit Unterstützung der Polizei ausgesprochen, die mit Fußstreifen stetig präsent war.

    Vor den beiden Bühnen herrschte unterdessen prächtige Stimmung. "Just Pink" überzeugte nicht nur mit ihrer perfekt in Szene gesetzten Musik von "Pink", sondern auch mit ihrer originellen und fast originalen Bühnendeko. Auf der gegenüberliegenden Bühne ließen es die Musiker der "Blues Brothers" so richtig rocken. Als dann das Feuerwerk vorbei war, setzte der über Jahre bekannte große Abmarsch an; allerdings in diesem Jahr reduzierter. Die Temperaturen pendelten sich immer noch bei gut 25 Grad ein: "Eine tropische Nacht", wie auch die Polizeibeamten feststellen mussten, die sich mit literweise Wasser herunterkühlten. Als um 2 Uhr dann die Musik von "Meilenstein" so langsam ihr Ende fand und auch die Getränkestände die "Letzte Runde" einläuteten, waren es immer noch so um die 1.000 Feiernde, die vorwiegend aus dem Bereich der Camper kamen: "Wir haben es ja nicht weit ins Bett", freute sich eine Holländerin und bestellte den letzten Schlürschluck.

    Jetzt heißt es wieder "warten, warten, warten", bis 2014 das nächste Doktorseefest an den See lockt.

    Foto: ste

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