RINTELN (km). "Was soll ich bloß studieren," lautet die Frage vieler junger Leute - auf die es in diesen Tagen bei der Rintelner Sommeruniversität jede Menge Antworten gibt. "Akademische" Angebote gibt es aber auch wieder für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, und zwar komprimiert am morgigen Donnerstag, dem 25. Juli. Durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung Schaumburg werden dabei alle drei Seminare zum Nulltarif angeboten - soweit die Plätze reichen.
In der ersten Veranstaltung geht es um Experimente rund um das Thema Solarenergie. Aus Sonnenstrahlen lässt sich bekanntlich umweltfreundlich nutzbare Energie gewinnen - elektrische Energie (Photovoltaik) und Wärmeenergie (Solarthermie). In dem Kurs können sich die Kinder selbst ein Solarmodul auf einem Plexiglaswinkel mit einer Solarzelle und einem Elektromotor mit Propeller basteln. Mit dem Gerät sollen dann mit Hilfe von Messgeräten aus dem NILS-Labor verschiedene Experimente zur Photovoltaik durchgeführt werden. Die Veranstaltung unter der Leitung von Barbara Duden und Wolf-Rüdeger Schanz findet in der Zeit von neun bis 11.15 Uhr bei der Volkshochschule statt.
Um den Germanen Arminius und die Römer geht es im Familienzentrum an der Ostertorstraße von 9.45 bis 11.15 Uhr in einer spannenden Zeitreise, in deren Mittelpunkt die Varusschlacht und das Hermannsdenkmal stehen. Dabei sollen die Kinder unter der Anleitung von Dr. Joachim von Meien herausfinden, wer dieser Arminius war und wie es ihm gelingen konnte, die damals beste Armee der Welt, die Römer, zu besiegen.
Der dritte Kurs unter dem Thema "Streng geheim!" klärt über "Zahlen als Geheimnisträger" auf. In unserem Alltag, heißt es in der Ankündigung, werden häufig Zahlen verwendet, um Informationen zu verschlüsseln. Solche Zahlencodes finden sich zum Beispiel auf Büchern als sogenannte ISBN oder auch als EAN auf Waren im Supermarkt. Die Kryptologie, die Wissenschaft vom Verschlüsseln und vom Entschlüsseln, gehört weltweit zu den modernen Gebieten mathematischer Forschung an Universitäten.
Die Verwendung von Verschlüsselungen ist schon sehr alt. So entwickelte der römische Feldherr Julius Cäsar eine Geheimschrift, um zu verhindern, dass seine Feinde Briefe mit Befehlen an seine Soldaten lesen konnten. Auch heute noch benutzen Spione und Geheimagenten bei ihrer Arbeit komplizierte mathematische Verschlüsselungssysteme für geheime Nachrichten.
In dem Kurs können die Kinder unter der Leitung von Professorin Dr. Andrea Peter-Knoop schließlich selbst einige Zahlencodes und Geheimschriften entschlüsseln. Darüber hinaus wird untersucht, was es mit dem "Prüfsummen-Algorithmus" bei den ISBN auf sich hat und wie sicher dieses Verschlüsselungsverfahren ist. Alle Teilnehmer sollten einen Stift mitbringen. Die Veranstaltung findet von 11.30 bis 13 Uhr ebenfalls im Familienzentrum an der Ostertorstraße statt. Foto: km
Bild_01: Einige der aufschlussreichsten Experimente werden stets auch vor Ort durchgeführt