1. Beinahe ein Viertel aller Kinder bekommt noch regelmäßig Schläge

    Der Kinderschutzbund betont die Wichigkeit von Prophylaxe / Elternkurse besuchen

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    RINTELN (km). Um Eltern im Familienalltag zu stützen und um Gewalt gegen Kinder vorzubeugen bietet der Kinderschutzbund seit vielen Jahren Elternkurse unter dem Motto "Starke Eltern - Starke Kinder" an. Außerdem sorgen die ehrenamtlichen Familienpaten und mit ihrem Einsatz dafür, dass Belastungen in Familien abgebaut werden und Eltern so früh wie möglich Rat und Hilfe finden. Wie wichtig prophylaktische Maßnahmen sind, beweist die kürzlich auf der Internetseite des Landesverbandes zitierte "Gewaltstudie 2013". Danach würden ein Viertel aller Jugendlichen und Kinder in Deutschland oft oder manchmal von Erwachsenen geschlagen. Davon seien 28 Prozent Kinder ab sechs Jahren, etwa 17 Prozent Jugendliche. Ein Viertel aller befragten Heranwachsenden (25,1 Prozent) habe die Erfahrung gemacht, von Erwachsenen als "dumm" oder "faul" beschimpft zu werden. Ein Fünftel gibt an, dass Erwachsene ihnen das Gefühl geben, weniger wert zu sein. Von Gewalterfahrungen und geringer Wertschätzung zu Hause oder Mobbing in der Schule seien besonders sozial benachteiligte Kinder betroffen, wie eine sozialwissenschaftliche Studie der Universität Bielefeld beweise. -

    Die "Gewaltstudie 2013" hat untersucht, wie präsent Gewalt- und Missachtungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland heute noch sind und inwiefern sie von Armutslagen abhängen. Dafür wurden 900 Kinder und Jugendliche interviewt - erstmals bereits auch Kinder ab sechs Jahren, in einer zweiten Altersgruppe Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre.

    Dabei berichten vor allem Kinder aus sozial prekären Verhältnissen über häufige Gewalterfahrungen. Bei den durchschnittlich bis privilegiert gestellten Kindern kommen Schläge und blaue Flecke sowie Beschimpfungen weitaus weniger häufig vor. Bei den Jugendlichen bestehen im Vergleich dazu die sozialen Unterschiede bei den körperlichen Gewalterfahrungen zwar auch, jedoch weniger eindeutig. Beschimpfungen und Missachtung dagegen kommt bei ihnen über alle Schichten hinweg erschreckend oft vor. Überraschend sei dieses Ergebnis vor allem deshalb, heißt es in der Studie, weil es bereits seit dem Jahr 2000 ein gesetzlich verankertes Recht auf eine gewaltfreie Erziehung gebe:

    "Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig" - so steht es im Paragraph 1631, Absatz 2 des Bundesgesetzbuches.

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